Band 
Zweiter Theil. Vierter Band.
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Der Bekleidung der Truppen setzten sich nicht minder großeSchwierigkeiten entgegen. Von einer Uniformirung konnte vor-läufig nicht die Rede sein, denn das was man aus großer Ferneherbeischaffen oder dem Feinde abnehmen konnte, mußte genügen.Alle Handwerker in den Städten längs der Rega wurden inThätigkeit gesetzt, um das vorhandene Material oder das nach undnach bunt durcheinander zusammengetriebene zu verarbeiten. DasSchuhwerk war von der erbärmlichsten Beschaffenheit. Tornisterkannte man kaum; das aufgeschnittene Unterfutter, die Rocktascheoder ein Kober ersetzten Patrontasche und Tornister. Kopfbedeckun-gen wurden nach Belieben getragen. So kam es, daß das Schill-sche Korps von den Franzosen nur als zusammengelaufenes Ge-sinde!, brigand«, betrachtet wurde, dem man keinen Pardon zugeben habe.

Der Lieutenant Schill war von nun an als der Chef, derLieutenant Petersdorf als der Kommandeur des zu errichtendenFreikorps zu betrachten und beide ordneten das Ganze, Infante-rie, Kavallerie und Artillerie. Der Lieutenant Gruben vvm In-fanterie-Regiment vac. Borcke übernahm die Organisation derInfanterie im Speziellen. Obgleich für den Augenblick dereinzige Offizier der Infanterie, brachte er diese doch unter demBeistand einiger tüchtiger Unteroffiziere bald auf ein kleines Ba-taillon. Der Umstand, daß man meist schon gediente Leute be-nutzen konnte, erleichterte den Plan, sie zu leichten Infanteristenzu bilden, wie es die Bestimmung des Freikorps erforderte, garsehr, und die von ihnen bestandenen Gefechte werden zeigen, daßsie in zerstreuten Gefechten allen Anforderungen entsprachen, dieman damals an den zerstreuten Fechter stellen konnte. AnfangFebruars schloffen sich an Schill noch der Hauptmann Arenstorfvom Infanterie-Regiment van. Borcke, und die Lieutenants Fal-kenhayn vom Infanterie-Regiment Zeuge und Eggers vom Regi-ment Tauentzien, von denen der Erstere sogleich an die Organi-sation eines 2ten Bataillons ging, während das Iste unter demLieutenant Gruben an den begonnenen Unternehmungen bereitsTheil nahm. Den Stamm zur Kavallerie bildete eine Schwa-dron, an deren Formation bereits seit dem Gefecht bei Wollin