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Zweiter Theil. Vierter Band.
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Regenwalde auf Greiffcnberg zu nehmen. Gollnow sollte indessenbereits verlassen sein ' ). —

Der Feind regte sich nicht, um mehr Terrain vorwärts ein-zunehmen, und Schill benutzte die neue Frist sein Organisations-Geschäft mit größtem Eifer fortzusetzen. Die Kommandantur vonKolberg benachrichtigte er von der anscheinenden Unentschlosscnhcitdes Feindes und schlug vor, daraus sogleich Vortheile zu ziehen,in dem Landstrich von Massow bis Stolpe Rekruten auszuheben,diese zur Ausbildung in die Festung aufzunehmen, und dagegendie Hälfte der bereits ausgebildeten Mannschaft der Besatzungnach der Rega vorzusenden, durch solche Verstärkung, welche dieTruppen daselbst auf c. 2000 M. brachte, den Feind noch mehrzu täuschen und für längere Zeit von Kolberg fern zu halten.Die Kommandantur ging hierauf nicht ein, schon weil es nichtmöglich gewesen wäre, diese Truppen und gleichzeitig die in derFestung verbleibenden Mannschaften zu bewaffnen, da die Ge-wehre aus Schwedisch-Pommern zur Zeit noch nicht eingetroffenwaren; sie ging aber wie früher, so auch jetzt nicht auf den Vor-schlag zur Aushebung von Rekruten ein.

In den ersten Tagen des Februars hatte sich bei Schill einVvlontair Müller mit 25 von ihm gesammelten, bewaffneten Ran-zivnirten und einem kleinen Vieh-Transport, den er dem Feindeabgenommen hatte, eingefunden. Er erhielt sofort den Auftragzu einem Streifzuge nach Freienwalde mit 20 Mann, wo er in-dessen die Kasse bereits vom Feinde abgeführt fand, dagegen aberbeim weitem Vorgehen in Zachan 40 Franzosen überfiel, so daßsich ein kleines Gefecht auf dem Markt entspann, w welchem derFeind 1 Offizier und 10 Mann an Todten und 19 Mann anGefangenen verlor, während die Preußen nur einen Verwundetenhatten.

I) Nach einem bald darauf aufgefangenen Brief des Generals Klos-mann an das Gouvernement von Stettin soll die Stärke des Schill'schenKorps bei Massow auf 7000 Mann angegeben und es nicht rathfam ge-funden worden fein, den Marsch auf Kolberg fortzusetzen. — Es scheint in-dessen diese Angabe nicht richtig, da der Gegenbefehl Napoleons das Nicht-vorrücken auf Kolberg veranlaßt haben muß.