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Zu derselben Zeit war der Unteroffizier Poppe mit 20 M.Infanterie und 14 Kavalleristen auf Friedeberg gezogen und hattedaselbst einen französischen Kapitain mit 16 berittenen Gensd'ar-mes gefangen genommen, 600 Ellen Tuch, 545 Paar Schuheerbeutet und eine kleine Kasse mitgeführt.
In gleicher Weise hatte der Unteroffizier Zoch mit 19 Rei-tern auf Belgard und Neu-Stettin gestreift, war in letzterem Orteauf 50 polnische Insurgenten gestoßen, welche von dort preußischeArmaturflücke abführen wollten. Der Anführer wurde niederge-hauen, der Trupp in die Flucht gejagt und bis Hammerstein ver-folgt. 4 Wagen mit Waffen wurden nach Greiffenberg gesandt.Der Unteroffizier selbst wandte sich nach Belgard, machte jedochsogleich wieder Kehrt, als er erfuhr, daß der Feind in Neu-Stet-tin einen Fourage- Transport in Empfang nehmen wolle. Nochvor der Stadt nahm er 60 mit Futter beladene Wagen in Be-schlag und brachte sie nach Belgard, wo er am 7. Februardurch den Unteroffizier Griefe abgelöst wurde, der 10 Schill'scheHusaren mitgebracht hatte; auch befand sich in Belgard ein Kü-rassier-Detaschement von 20 Pferden unter dem Lieutenant Dü-ringshofen und ein Infanterie-Kommando der Kolbergcr Gar-nison.
Da in der Gegend von Neu-Stettin die Insurgenten nochfortgesetzt hauseten, in dem Orte selbst sich noch Monlirungsstückedes Blücherschen Husaren-Regimcnts, vorfinden sollten, so gingder Lieutenant Düringshofen mit den gesammten Kavalleristen,nach Zurücklassung eines Postens in Belgard, gegen Neu-Stettinvor und erreichte am ersten Tage das Dorf Persanzig diesseitsder Stadt. Als am folgenden Tage der den Vortrab führendeUnteroffizier ©riefe in Neu-Stettin erfuhr, daß vor einer Stunde8 feindliche Chasseurs den Ort verlassen hätten, der LieutenantDüringshofen aber nicht die Absicht hatte, noch weiter vorzugehen,so setzte der Unteroffizier alsbald der feindlichen Patrouille nach.Als er indessen auf dem Wege nach Ratzcbuhr erfuhr, daß jen-seits Hammerstein 50 Insurgenten stehen und zwei ihrer Offiziereim Dorfe Ruthenberg sich aufhalten sollten, so wandte er sich so-gleich auf Hammerstein, wo er Abends 10| Uhr eintraf und von