Band 
Zweiter Theil. Vierter Band.
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Hebebäumen das Wallchor öffnet und behauptet. Die Schützenwerfen sich in die daran stoßenden nächsten Häuser und fassendort Posto. Die Kavallerie sprengt in die Stadt, um das Zu-sammenkommen des Feindes zu hindern. Die Hauptkolonne derInfanterie folgt rasch im Sturmschritt der Kavallerie und setztsich auf dem Markte fest, von wo aus sie in alle Straßen undnach dem Kommandanten-Hausc Detaschements abschickt. Die Ar-tillerie bleibt bis auf weitere Ordre unter Bedeckung des Sou-tiens außerhalb der Thore bei den Windmühlen aufgefahren. DieJäger marschiren sogleich ab (von Naugardt) nach dem Jhna-Zoll, besetzen diesen mit einem Detaschement und ziehen sich dannauf der andern Seite der Jhna in die waldige Gegend, um einetwa von Stettin heranrückendes Soutien zu beschäftigen."

Der am Jhna-Zoll stehende Volontair Kayser erhielt denAuftrag, das dem Wall-Thor entgegengesetzte Johannis-Thor aufder Stettiner-Straße anzugreifen, und sollte hierzu beim Zollvom Lieutenant Fischer abgelöst werden. Stadt und Amt Nau-gardt blieben durch 50 Mann besetzt.

Bei dem schlechten Wetter und den beschwerlichen Wegenbrachte man auf dem Marsch von 5 Meilen bis Stargardt11 Stunden zu und langte erst Morgens am 16. gegen dieMorgendämmerung an. Trotz aller Vorsicht schien das Unter-nehmen doch verrathen, denn als sich die Infanterie der Avant-garde unter dem Lieutenant Blankenburg der Vorstadt näherte,sprengte ihr eine feindliche Kavallerie-Patrouille entgegen. Eswar nicht zu vermeiden, daß die feindlichen Kavalleristen Feuererhielten, umkehrten und nach der Stadt zurückjagten, wo manalsbald Lärm schlagen hörte. Obgleich Alles auf Ueberraschungberechnet war, so faßte man doch den Entschluß, die Kavallerieschnell der Patrouille folgen zu lassen, um wo möglich mit ihrgemeinschaftlich in die Stadt zu dringen, während die Infanterienachrückte. Leider war die Kavallerie indessen noch weit zurückin einem Hohlwege hinter der Vorstadt, und bevor sie vorgezogenwerden konnte, hatte der Feind ein Eindringen in die Stadt un-möglich gemacht.

Die Straßen von Gollnow, Naugardt, Freyenwalde rc. stei-