Band 
Zweiter Theil. Vierter Band.
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zwei Stück-Knechte und einige Pferde. Die übrig gebliebenenArtilleristen und herangezogenen Infanteristen mußten selbst Handanlegen, und die Geschütze zurückziehen. Hierdurch und durch dieUcbcrcilung, mit welcher die Infanterie zurückging und dabei inUnordnung gerieth, wurde der Rückzug verzögert; die Infanteriedrängte nach der 'Kanal-Brücke, doch gelang es den Offizieren,die Ordnung herzustellen, die Artillerie zurückzubringen. An-fänglich nur schwach verfolgt, wurde das Korps hinter der Brückeüber die kleine Krampehl bei der Schneidemühle wieder versam-melt, setzte aber den Rückzug nach den Windmühlenhöhcn weiterfort, als der Feind stärker vorgedrungen war, sich in den letztenHäusern der Vorstadt und hinter den Gartcnzäunen festgesetzt, undvon dort aus ein wirksames Feuer eröffnet hatte. Auf den Wind-mühlenhöhen nahm Schill eine neue Stellung, in der Hoffnung,den Feind ins Freie zu locken, um dessen Stärke genauer beurthei-len zu können, doch wagte es dieser nur einmal, über den Dammund aus den seitwärts liegenden Gärten vorzubrcchen, als er sofortdurch die Schwadron Lützow, bei Verwundung ihres Chefs, ge-führt vom Lieutenant Pctersdorf, zurückgeworfen wurde. DieSchwadron erhielt indessen bei der Verfolgung ein so heftigesFeuer, daß von ihren 100 Pferden, 32 theils getödtet, theils ver-wundet wurden. Ein Versuch der 1. Husaren-Schwadron, denFeind in der linken Flanke anzugreifen, konnte in dem vorliegen-den Terrain nicht gelingen und führte nur Verluste herbei.

Schill wandte sich' mit seinem Korps auf die Höhen links,um den Feind zu verführen vorzugehen und ihm den Rückzugnach Naugardt abzuschneiden, wo er dann hoffte mit seiner Ka-vallerie doch noch Vortheile über ihn zu erringen. Der Feindkam indessen nicht zum Vorschein und Schill zog sich wieder nachder Naugardter Straße, wartete aber, mit Buchholz im Rücken,noch bis 10 Uhr vergeblich auf ein Vorrücken seines Gegners.

Da ein längeres Verweilen Besorgniß für den Rückzug er-regen mußte, wurde der Marsch auf Massow angetreten, daselbstbis 4 Uhr gerastet und dann nach Naugardt marschirt. DieTruppen blieben die ganze Nacht durch unter dem Gewehr; dochgegen Morgen am 17. wurde bei der gänzlichen Erschöpfung von