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Zweiter Theil. Vierter Band.
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von Kolberg im Anmarsch war. Nach den Berichten, welche Schillspäter zugegangen sein sollen, hätte man schon am Abend des15. in Stargardt den Abmarsch der Preußen von Naugardt er-fahren und noch in der Nacht sei das 1. italienische Regimentauf Wagen von Pyritz herangezogen worden, doch war dem nichtso. Der Feind war der Ansicht gewesen, daß Schill seinen Zugim Einverfrändniß mit Stargardter Bürgern unternommen habe,und hatte es viel Mühe gemacht, eine Plünderung der Stadt ab-zuwenden.

Bon Naugardt hatte der Rittmeister Schill den LieutenantFischer nach Stepenitz und den Jäger-Hauptmann Otto nachDobberphul vor Wollin abgeschickt, und den später eingetroffenenBolontair Kapser, welcher die Meldung von dem mehrerwähntenMarsch zweier feindlicher Kolonnen mitgebracht hatte, mit 100 M.nach Kammin beordert. Diese drei Kommandos sollten von Ste-penitz bis Kammin eine Beobachtungs-Linie bilden, damit dasKorps nicht von der Insel Wollin aus oder von Stepenitz heim Rücken genommen werden konnte. Der Lieutenant Blanken>bürg hatte in Naugardt den Befehl vorgefunden, sofort mit sei-nem Kommando nach Greiffenberg zu marschiren und leistete demFolge.

Um die weiteren Anordnungen zu besprechen, hatte der Ritt-meister Schill sämmtliche Führer seines Korps auf dem Amte ver-sammelt, als Nachmittags 1 Uhr der Ruf erscholl: „der Feind istvor den Thoren!" Die Bestätigung gaben die gleich darauf fal-lenden Gewehrschüsse.

Der Feind, der alsbald in Stargardt verstärkt worden, warvon dort mit 1 Bataillon vorgegangen; wahrscheinlich um zu re-kognosciren. Eine beim Dolgen-Kruge, auf dem Wege nach Mas-sow, aufgestellte Kavallerie-Feldwache war aufgehoben und vomFeinde eine Postenkette gezogen worden, um zu verhüten, daß dieNachricht von seinem Anrücken verrathen würde.

So näherte sich der Feind unbemerkt dem Pyritzer-Thore vonNaugardt, woselbst von der Thorwache die ersten Schüsse fielen.Auf dem Marktplatze war glücklicherweise gerade ein Theil derInfanterie zum Appel versammelt. Der Lieutenant Falkcnhayn