vallcrie folgen konnte, in das Gehöft des Torf-Inspektors ein-gedrungen und der, in Folge der Allarmschüsse im Sammeln be-griffene, aus Infanterie und Kavallerie bestehende feindliche Postenin die Flucht geschlagen. Ein Theil der Infanterie, der sich indie Gebäude geflüchtet hatte, wurde niedergemacht; die nach demTorfmoor geflüchteten Kavalleristen, die weder vor noch rückwärtskonnten, wurden gefangen; doch da es den Flüchtlingen gelungenwar, ein Fanal anzuzünden, um das in der Nähe befindliche La-ger einer größeren feindlichen Abtheilung herbeizuziehen, zog sichder Lieutenant Blankenburg mit dem Verlust von einem Todtenzurück. Der Feind hatte durch diesen Uebcrfall, der durch dasstürmische, Wetter sehr begünstigt worden war, außer einem ver-hältnißmäßig bedeutenden Verlust an Todten und Verwundeten,noch 1 Kapitain, 13 Mann und 11 Pferde an Gefangenen ver-loren. Die feindlichen Kavalleristen sollen aus italienischen No-blegardisten bestanden haben, in deren reicher Kleidung die Sie-ger am andern Tage in Kolberg auftraten.
In Folge dieses Ueberfalls verstärkte der Feind seine Vor-posten am Strande und schob die Vedctten bis gegen den letztenPulverschuppen Nr. 6. vor.
Am 22. März um 4 Uhr Nachmittags ging eine feindlichegemischte Abtheilung von Alt-Werder aus zum Rekognosziren derMaykuhle vor, zog sich jedoch beim Vorrücken von 200 MannSchill'scher Infanterie und 60 Pferden ohne Gefecht zurück. Ingleicher Weise fand am 23. ein Vorgehen des Feindes am Strandegegen die Maykuhle statt; jedoch trat derselbe nach kurzem Ge-fecht, mit Zurücklassung eines Todten, wiederum den Rückzug an.
Nachdem am 24. März die Persante-Brücke bei Sellnowhergestellt worden, zog der Feind starke Abtheilungen von dem rech-ten Ufer auf das linke, wobei das Bastion Kleve mit 24Pfün-dern versuchte, die Brücke zu erreichen. Die Entfernung von bei-nahe 3500 Schritt konnte keinen Erfolg gestatten, indessen wurdeder Versuch, dem Feinde beim Uebcrgehen von Truppen zu scha-den, auch späterhin noch mehrcremal wiederholt. Von Seiten desFeindes wurden von der Batterie Nr. 2. bei Altstadt und vonder Redoute Nr. 1. öfter Granaten nach der Stadt geworfen, die