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Sechsun-zwanzigstes Kapitel.
Von -er Ankunft -es Majors Gneifena« bis zurEröffnung der förmlichen Belagerung.
Die Wichtigkeit welche Kolberg in den Augen der Verbünde-ten gewonnen hatte, seitdem man die Hoffnung hegte, die Englän-der einen entscheidenden Antheil am Kriege nehmen zu sehen, hat-ten den König bestimmt, dem Obersten Lucadou in dem MajorGneisenau, in dessen Tüchtigkeit man besonderes Vertrauen setzte,einen Nachfolger als Kommandanten zu gebtn, und den Oberstenzur Disposition zu stellen. Von dem würdigen Verhalten desLetzteren, besonders durch den dem Könige eingereichten Berichtdes Hauptmanns Waldenfels später vollständig überzeugt, wurdedemselben nachträglich der Charakter als General-Major ertheilt.
Der Major Gneisenau, beim Beginn des Krieges Haupt-mann im Füsilier-Bataillon Rabenau und seit dem Gefecht beiSaalseld in dieser Darstellung mehrfach genannt, war allerdingswehr geeignet als sein Vorgänger, alle entgegenstehenden Hinder-nisse und Schwierigkeiten zu überwinden und das Höchste zu leisten,was von einem Kommandanten gefordert werden kann. In derMitte der Vierziger, von imposantem und doch gewinnendem Aeu-ßeren, energischem Charakter, großer militärischer Bildung undEinsicht, immer von sich selbst absehend, fortgesetzt das Ganze vorAugen habend und das Wesentliche festhaltend, unerschütterlich im
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