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Zweiter Theil. Vierter Band.
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Unglück, war er so ganz der Mann, der schnell den Muth derBesatzung steigern und das vollste Vertrauen im Soldaten undBürger erwecken konnte. Gleich nach seiner Ankunft versammelteer die Garnison auf dem Bastion Preußen und hielt eine kräf-tige Anrede. Der Soldat sowohl als die Bürgerschaft — dieer durch ihre Repräsentanten an das hochherzige Benehmen ihrerVorfahren im siebenjährigen Kriege erinnern ließ, und die sichallen seinen Anordnungen, so viel Opfer diese auch kosten möch-ten, mit Freuden zu unterwerfen versprach — beschlossen, mit ihmfür die Erhaltung der Festung zu leben und zu sterben. Wäh-rend eine strenge Disziplin den unbedingtesten Gehorsam in alleTheile der Besatzung, das Schill'sche Korps nicht ausgeschlossen'),zurückrief, wurde der Bürgerschaft, die bis dahin ihre erwachendeVaterlandsliebe nur durch einzelne, willkürliche Handlungen, mehraber noch durch unbefugtes Einmischen und Dreinreden hatteäußern können, eine bestimmte Thätigkeit angewiesen. So warendenn auch sehr bald alle Mißhelligkeiten gebannt, alle Kräfte nacheinem Ziel geleitet und durch zweckmäßige, energische Verwendunggesteigert, neue Kräfte in Bewegung gesetzt und wurde eine Ver-

1 ) Gleichwie der Rittmeister Schilt dem Obersten Lucadou öfter einenbestimmten Widerstand entgegengesetzt und wenn der Oberst unbedingtenGehorsam gefordert, mit dem Abmarsch seines Korps gedroht hatte, so wa-ren auch seine Untergebenen gegen den Kommandanten zu offener Wider-setzlichkeit übergegangen, und sich auf ihr Verhältniß als Frcitruppen beru-fend, in ihren Forderungen in Bezug auf Verpflegung rc. über altes Maaßgegangen. Aus die Beschwerde des Obersten Lncadou schrieb der Königunterm 25. April in dieser Beziehung an den Major Gneisenau:

In dem Schreiben vom 31. März beklagt sich Euer Vorgänger überdas v. Schill'sche Freikorps und Ich glaube wohl, daß ihm dasselbe man-chen Verdruß gemacht hat; jetzt haben sich die Sachen indessen geändert,indem Ich den Rittmeister Schilt mit 50» Mann Kavallerie seines Korpszur schwedischen Armee kommandin habe, worüber Euch das Nähere schonzugegangen sein wird. Die zurückbleibenden Truppen des gedachten Korpsbleiben nun völlig dem Befehl des Kommandanten untergeordnet, und wer-det Ihr wohl dafür sorgen, daß die Verpflegung derselben auf den gewöhn-lichen, regelmäßigen Fuß eingerichtet werde, so wie Ich zu Euch auch dasVertrauen habe, Ihr werdet mit Energie Zucht und Ordnung in dieselbenzu bringen wissen.