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Zweiter Theil. Vierter Band.
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ten man mit Halbholz bekleidete, und den inneren Raum mit Erdeund Dünger ausfüllte. Durch dieses Epaulement wurde zugleichdie Gelder-Thorbrücke, die der Feind von der Altstädtschen Bat-terie übersehen und beschießen konnte, völlig gesichert. Damit derFeind nicht auf der Persante mit Booten eindringen könne, be-absichtigte der Major Gneisenau, beim Eintritt des Flusses indie Stadt einen Prahm mit Geschütz zu stationiren, doch geht ausder Darstellung der Begebenheiten nicht hervor, ob die Ausfüh-rung erfolgt sei.

Weiter wurde bei der Salinen-Röhrbrücke eine Schleuse an-gelegt, welche den Holzgraben anstaute und so das Terrain vorder Gelder-Front, von der Brücke bis über das Blockhaus beimweißen Kruge gegen die Strickerts- Redoute hin, in einer Breitevon 300 Schritt überschwemmte. Das trockene Terrain in derFront des Blockhauses bis zur Redoute wurde dadurch auf dieBreite von 250 Schritt beschränkt, und noch durch einen Grabenvon der Uebcrschwemmung der Persante nach der Ueberschwem-mung des Holzgrabens, und durch eine starke Pallisadirung hin-ter demselben, im Rücken der Redoute abgeschlossen'). — Aufdem Glacis vor dem Bastion Geldern I. wurde ein zur Deckungder Uebcrschwemmung bestimmtes Blockhaus I. erbaut.

Sehr fühlbar machte sich zu dieser Zeit der Mangel an In-genieur-Offizieren und an geübten Aufsehern und Arbeitern. DerLieutenant Fehrentheil, dem die Leitung sämmtlicher Arbeiten aufdem rechten Ufer der Persante oblag, hatte einen einzigen Wall-meister zu seiner Unterstützung. Da nunmehr fast nur Soldaten zuder Tag und Nacht fortgesetzten Arbeit herangezogen werden konn-ten, die nebenbei durch beständige Gefechte ermüdet wurden, daferner der Feind späterhin die Arbeiten durch sein Feuer häufigstörte und durch fortgesetzte Angriffe vielfältig unterbrach, ja theil-weise wieder vernichtete, so darf man wohl die heldcnmüthige Aus- |dauer der Truppen bewundern und die Energie des Kommandan-

1) Es war der Plan zu dieser Ueberschwemmung schon früher ent-worfen, indessen wegen der Kosten die Ausführung nicht für gut befundenworden. ;