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Zweiter Theil. Vierter Band.
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Überschwemmungen, wobei ihm der Bürger Nettelbeck, dessen Ober-aufsicht er diese Angelegenheit eigends übertrug, thätig zur Seitestand.

Man zog aus der Matzwiesen-Ueberschwemmung einen Gra-ben nach dem Frauenmarkt, um auch das vor der Bütower-Front gelegene Terrain zu überschwemmen und so den zugäng-lichen Raum vor der Lauenburger-Vorstadt auf das Aeußerste zubeschränken. Als diese Ueberschwemmung jedoch nicht nach Wunschausfiel, kam Nettelbeck, aber allerdings erst gegen Ende Juni, aufden Gedanken, die Räder einer hinter der großen Schleuse be-findlichen Mühle mit Wasserschöpfern zu versehen, die das Wasseraus der Persante in einen 16' über dem Wasserspiegel angebrach-ten Behälter hoben, aus dem es mittelst hölzerner Rinnen nachdem Frauenmarkt geleitet wurde. Diese Leitung lief somit vonder Persante hinter dem Hauptwalle bis zum Lauenburger-Thorund ging dann, der Bcrme des Walles folgend, bis zur Kapi-tale des Bastions Neumark, wo sie über den Hauptgraben setzte,und dann, mittelst der im Glacis gemachten Einschnitte, ihr Wasserauf den Frauenmarkt ergoß. Zur Deckung dieser Ueberschwcm-mung wurde in den äußersten Gärten ein ganz von Wasser um-gebenes Blockhaus i, Insel-Blockhaus, angelegt'). Es ging mitdieser Art der Beschaffung einer Ueberschwemmung nur sehr lang-sam von Statten.

Ferner wurde bei der Brücke 6. über den von der VorstadtStubbenhagen nach der Persante führenden Abzugsgraben, unfernder Kirchhofs-Schanze, ein Versatz angebracht, und dadurch eineUeberschwemmung bewirkt, die sich vor der Münder-Front bisStubbenhagen erstreckte.

Zur Deckung der Hauptschleuse, nach welcher der Feind inden ersten Tagen des Mai's häufig sein Feuer richtete, wurdenvor derselben mehrere Reihen Pfähle, jede 10' von einander ent-fernt und parallel mit dem Ufer eingerammt, mit Holmen über-zogen und darauf ein 10' hohes Epaulement errichtet, dessen Sei-

1) Die Zeit der Anlage dieses Blockhauses wird durchaus verschiedenangegeben.