Band 
Zweiter Theil. Vierter Band.
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Verlust für beide Theile, da man sich mit großer Erbitterung ge-schlagen hatte. Der Wolfsberg und das Terrain dahinter warenmit Todten und Schwerverwundeten bedeckt. Der Verlust derGarnison betrug gegen 250 Mann an Todten, Verwundeten undGefangenen; außer den genannten Offizieren war noch der Lieu-tenant Grävenitz von den Grenadieren verwundet worden. DerVerlust des Feindes war sehr viel bedeutender; 10 Offiziere, darun-ter ein Stabsoffizier vom 1. italienischen Regiment, lagen todtauf dem Wolfsberge. Auf 57 Wagen schaffte der Feind seinetransportablen Verwundeten nach den Lazarethen in den umlie-genden Orten *).

Die Vorposten nahmen nach dem Gefecht wieder ihre alteStellung ein.

War es wirklich die Absicht des Feindes, nicht nur die Ar-beiten auf dem Wolfsbergc zu zerstören, sondern sich auch daselbstfestzusetzen, so war dies offenbar ein unreifes Unternehmen gegen

I) Der junge Unteroffizier Post, Sohn des Artillerie -Lient. Post inKvlberg, kommandirte das Geschütz im Pulverschuppcn Nr. 4. Als derFeind daselbst zurückgewiesen war, verließ rc. Post den Schuppen, stürmtemit den Grenadieren die Schanze, und nahm sich sogleich der Bedienungdes 6Pfünders an, bei dem der kommandirende Unteroffizier geblieben warBei diesem Geschütz verblieb er nun auch und schlug jede Ablösung ab.

Ein Bombardier entlief in der Nacht aus der Stadt, mischte sich unterdie Kämpfenden, nahm das Gewehr eines Getödteten, erlegte zwei Feindeund kehrte mit einem eroberten Gewehr und Tasche zurück. Ein andererKanonier lief als Kranker aus dem Lazareth und trug seinen KameradenKartouschen heraus.

Der Unteroffizier Steffenhagen des pommerschen Rcservebataillons, wargegen Morgen dergestalt am Kopfe verwundet worden, daß die Kugel festim Hirnschädel saß und er besinnungslos zurückgebracht werden mußte. Alsder Chirurgus die Kugel herausgenommen und Skeffenhagen wieder zu sichgekommen, das Bataillon aber noch im Gefecht war, ergriff er sein Ge-wehr und eilte, ohne ein Wort zu sagen, wieder ins Feuer. Eine zweiteKugel ließ ihn den Tod für seinen König finden.

Die Musketiere des 3. Bataillons von Borcke beschwerten sich bei deinMajor Gneisenau, daß er sie noch nicht vor das Thor geschickt habe, undsie ihren Kameraden nachstehen müßten.