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Zweiter Theil. Vierter Band.
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Alle Versuche des Feindes hier vorzudringen, mißglückten auch,und erst nach der Ankunft bedeutender Verstärkungen, durch welcheer in den Stand gesetzt wurde, auch auf dem linken Ufer derPersante gegen den Hafen vorzudringen, trat eine reelle Gefahrfür den Verlust der Verbindung mit der See ein.

Der Feind konnte, wie eben erwähnt, mit der Festsetzung ausdem Wolfsberge die Belagerung der Festung selbst beginnen, aberbevor er bis an den Fuß des Glacis gelangte, hatte er noch zweiBlockhäuser am Rande des Binnenfeldes und neue Abschnitte, dietheils bereits hergestellt, theils in Arbeit genommen wurden, zuüberwinden. Noch fehlte es weder an Lebensrnitteln noch an Mu-nition, da von dieser noch immer von Zeit zu Zeit Sendungenaus Schweden und England eintrafen — aber die Kräfte derBesatzung schmolzen allmälig bis gegen Ende Juni durch dierasche Folge von blutigen Gefechten, durch die anstrengenden Tag-und Nachtwachen, durch die unter feindlichem Geschütz- und baldauch Gewehrfeuer auszuführenden, ermüdenden Arbeiten, und esmußte zuletzt an hinreichenden Vertheidigern für die durch das Ge-nie des Kommandanten immer neu geschaffenen Werke fehlen —und immer gleich drückend blieb der Mangel an Ingenieuren, angeübten Arbeitern, an brauchbarem Material '). Später litt die

I) In dem mehrfach angezogenen Schreiben, sagt der Major Gneise-nau, nachdem er über den erwähnten Mangel geklagt hatte:

»Und ich habe gegen mich den Divisions-General, Inspekteur des Corpsde génie Chambarlhiac und den Divisions - General Chaffeloup (?) miteinem Heer von Ingenieur-Offizieren, 1 Kompagnie Sappeurs, 1 KompagnieMineurs — und ich 2 Minirer!!« —

Auch in einem frühern Schreiben vom 12. Juni klagt er:

»Ich arbeite wie ein Pferd, bin aber schlecht unterstützt. Mein Ge-schütz ist schlecht und oft passiren Unglücksfälle durch Springen der ausran-girten eisernen Kanonen. — Alles muß ich selbst erfinden und anordnen.Wir haben einige gute Dinge gemacht, aber viel hätte noch geschehen müssen.Durch den beschleunigten Fall von Danzig ist hier nun keine Zeit mehr dazu.Es bleibt uns nichts übrig als zu fechten. Es wird Ihnen dort nicht bessergehen, aber wenn wir auch die Hoffnung sinken lassen, doch nicht den Muth.Vor der Hand haben wir uns hier die Achtung des Feindes erworben;was ferner geschehen wird, weiß ich nicht; nur persönlich von mir kann ichversprechen.« —