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schwedischen Fregatte richteten ihr Feuer den ganzen Vormittagüber nach dem Wolfsberge; der Feind schoß und warf aus allenWerken, aus denen die Stadt zu erreichen war. Das Bombar-dement erhielt seit diesem Tage einen ernsteren Charakter als bis-her, da der Feind die Zahl der schweren Kaliber in seinen Batterienbedeutend vermehrt hatte. Zwar brannte es am 12. nirgends inder Stadt, indessen wurden die Häuser bedeutend beschädigt undmehrere Menschen getödtet und verwundet. Der in der Stadtherrschende Mangel an kasemattirten und bombenfesten Räumen,welcher bereits die Unterbringung der Lebensbedürfnisse so sehrerschwert hatte, wurde jetzt sehr fühlbar; die geringe Zahl vonKasematten war von den Offizier-Frauen und Kindern in Be-schlag genommen worden. Zur Aufnahme der Kranken und Ver-wundeten reichte das Garnison-Lazareth nicht mehr aus; außerder Stadtschule und einigen Privathäusern wurde die Marien-kirche zum Lazareth eingerichtet. Der Feind hatte indessen wohlbemerkt, daß er von dem Thurm dieser Kirche beobachtet wurdeund nahm ihn zum Zielpunkte, weshalb die Kranken daselbst kei-neswcgcs sicher waren. Da sich unter denselben auch viele ver-wundete gefangen genommene Feinde befanden, trug der Kom-mandant bei dem General Loison am 13. Juni auf Schonungdes Gebäudes an, ein Gesuch, dem auch vorläufig mit großerBereitwilligkeit genügt wurde.
Bei heftigem Sturm- und Regenwetter und unter gegenseiti-gem Feuer setzten Belagerer und Besatzung am 12. und 13. Juniihre Arbeiten mit der größten Thätigkeit fort. Der Feind wan-delte die Grenadier-Schanze — der er den Namen Fort Loisonertheilte — zu seinen Zwecken um. Die Emsigkeit, mit der eran das Werk ging, zeigte, daß er gesonnen sei, den erobertenPunkt nicht leichten Kaufs wieder aufzugeben. In der Nachtzum 13. vervollständigte und verstärkte er die nach der Festungzugekehrte Brustwehr und arbeitete an einer gesicherten Kommuni-kation zwischen der Schanze und den rückwärts gelegenen Tran-cheen. Er begann zu diesem Zweck durch den zwischen der kleinen2. Parallele und dem Wolfsberge belegencn nassen Wiesengrundeinen Damm zu führen, der vorläufig zu beiden Seiten Epaule-