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Zweiter Theil. Vierter Band.
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den Befehl, keinen Schuß zu thun, sondern Alles mit dem Ba-jonett zu entscheiden. Ein Schuß sollte das Zeichen zum allge-meinen Angriff geben.

Nach dieser Disposition setzten sich die verschiedenen Abthei-lungen um 10£ Uhr vom Gradirwerke aus, woselbst das Schill'-sche Korps aufmarschirt war, in Bewegung. 2 Kompagnien des3. Bataillons von vac. Borcke rückten auf den Strickertsberg zumSoutien vor.

Die beiden zur Umgehung bestimmten Kompagnien unterden Lieutenants Rüllmann und Hertell und die Schützen unterdem Lieutenant Pannwitz, gefolgt von 50 Pferden, unter demLieutenant Gr. Wedell, nahmen ihren Marsch über Alt-Werderin die linke Flanke von Sellnow, und nachdem dieser Abtheilungdie hinlängliche Zeit zur Zurücklegung des Umweges gelassenworden, wurde das Signal zum Angriff gegeben. SämmtlicheAbtheilungen drangen vor, warfen die feindlichen Vorposten zu-rück und erstiegen die Sellnower Verschanzungcn schneller alsman erwartet hatte. Die gegen die linke Flanke gegangene Ab-theilung und die Kompagnie des Lieutenants Gruben II., welcheden Feind beim ersten Anlauf aus den detaschirten Werken 4. 4.vertrieben hatte, waren fast zu gleicher Zeit in der Verschanzung.Innerhalb derselben, in den Straßen und Häusern des Dorfes,entspann sich alsbald ein mörderisches Gefecht. Die Erbitterungder Schill'schen Truppen gegen die Italiener war wegen der vonletzteren in Naugardt verübten Grausamkeiten noch immer sehrgroß, und wurden diese daher auch, wo sie ihnen in die Hände fielen,schonungslos niedergemacht. Der Feind war völlig überrascht,die Bestürzung allgemein. Der General Bonfanti, der hier kom-mandirte, entging nur mit Mühe der Gefangenschaft; unbekleidetsprang er aus seinem Schlafzimmer in den Garten und entkamso in der Dunkelheit. Der Feind mußte endlich weichen undnahm seinen Rückzug nach der Kommunikations-Brücke; nur einkleiner Theil warf sich nach dem Prinzen-Damm, wo er vomLieutenant Gr. Wedell mit zwei Zügen seiner Schwadron über-raschend angegriffen und gesprengt wurde; 1 Offizier und einige20 Mann wurden gefangen genommen. Der 3. Zug jener Schwa-

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