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Die Verbindung mit der See konnte fortan nur noch aufder östlichen Küste durch Boote unterhalten werden; auch wurdeauf diesem zeitraubenden, unbequemen Wege die Löschung der wei-teren Ladung des Luggers in der Nacht zum 2. Juli bewirkt.
In dieser Nacht dauerte das Bombardement in gleicher Hef-tigkeit fort. Um 11 Uhr brannte der Festungs-Bauhof gänzlichnieder und um Mitternacht gerieth ein Kornmagazin in Flammen,wurde jedoch glücklich gerettet. Nach Mitternacht setzte eine Bombedas Rathhaus in Brand und am Morgen stand auch der Stadt-hof in Flammen. Der Feind schien um diese Zeit seine Anstren-gungen zu verdoppeln, und man konnte daher des in der Stadtwüthenden Feuers nicht mehr Herr werden, als der sich gegenMorgen erhebende Wind die Gefahr vermehrte; die Kräfte warenerschöpft, es war an kein Löschen mehr zu denken. l ) Der Kom-mandant, der trotz der von allen Seiten andringenden Gefahren,die durch seine ordnende Thätigkeit beseitigt werden mußten, kei-nen Augenblick seine Ruhe und Besonnenheit verloren hatte, warüberall gegenwärtig; sein heiterer Muth feuerte auch die Klein-müthigsten an. Er hatte seine Wohnung in der Kommandanturlängst aufgegeben; ein ehemaliges Gefangenstübchen über demLauenburgcr-Thor war seine Behausung für die wenigen Stun-den der Ruhe, die er sich gönnen mußte, eine Pritsche sein La-ger; der Kavalier auf dem Bastion Preußen sein Standpunkt zurUebersicht des Ganzen, wo die Gefahr seine persönliche Gegen-wart nicht erforderte. Der zweite Kommandant, Hauptm. Stein-metz, unterstützte ihn auf das Thätigste.
Schrecklich wütheten die Wurfgeschosse in der Marien-Kirche,die bei dem allgemeinen Bombardement allerdings vom Feindenicht mehr geschont werden konnte. Gegen 20 Geschosse schlugendurch die nicht bombenfesten Gewölbe, zertrümmerten mehrere Chöre,
1 ) Nach einigen Angaben sind die Baugefangenen ihrer Ketten entle-digt worden, um am Löschen Theil zu nehmen. Dagegen erzählt Rettel-beck, daß ein Theil dieser Gefangenen bei der Verwirrung ausgebrochen seiund angefangen habe hier und da zu plündern, bis es gelungen, sie wiedereinzufangen.