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Zweiter Theil. Vierter Band.
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und tödteten einige der in steter Aufregung erhaltenen Verwun-deten, deren über 800 anwesend waren. Um dem ein Ende zumachen, wurde die Kasematte unter dem Kavalier Preußen zumLazarcth eingerichtet, wohin mitten in dem Gewirr der einschla-genden Geschosse, der Rettenden und des um sich greifenden Feuers,die Verwundeten transportât werden mußten. Die Artillerie derFestung war ebenfalls bis zum Morgen des 2. Juli unausgesetztin Wirksamkeit gewesen, konnte jedoch, obgleich sie bei ihrer man-gelhaften Beschaffenheit und der geringen Zahl der WurfgeschützeUnglaubliches leistete, die Heftigkeit des Bombardements nicht min-dern. Das feindliche Feuer war bei weitem mehr gegen die Stadtals gegen die Werke gerichtet, und wurden daher auch nur we-nige Geschütze durch dasselbe demontirt; aber desto mehr Geschützeversagten durch den anhaltenden Gebrauch den Dienst. Im FortMünde zersprang ein 12pfündiges Rohr, im Brückenkopf eben-falls, auf Bastion Pommern 2 eiserne Röhre, auf Bastion Neu-mark der größte Theil der dort aufgestellten Mörser, und auf demBastion Preußen wurde sogar ein metallener 24Pfünder völligunbrauchbar. Mehrere Artilleristen wurden durch diese Unglücks-fälle getödtet oder verwundet.

Am 2. Juli Vormittags schwieg das Geschütz des Haupt-walles; man wollte die Munition sparen und die Kräfte zur Ab-wehr eines etwanigen Sturmes schonen. Die Artillerie der Außen-werke und die der Lauenburger-Vorstadt blieb jedoch nach wie vor,und mit glücklichem Erfolge in Thätigkeit. Der Feind setzte seinBombardement fort und mit Anbruch des Tages hatte auch dieKanonade, namentlich nach und von der Maykuhle und ein an-haltendes Gewehrfeuer im ganzen Umkreise der Festung wiederumbegonnen, und dauerte bis Mittag fort, ohne daß sich ein eigent-lich ernstes Gefecht entwickelt hätte.

Um diese Zeit begannen indessen neue heftige Angriffe; derFeind schien alle Rücksicht auf Schonung seiner Truppen bei Seitegesetzt zu haben, und um jeden Preis sich der Festung bemächti-gell zu wollen. Mit einer starken Kolonne drang er vom Wolfs-berge vor, warf die Vorposten am Strande und im Münvcrfeldebis hinter die Ziegel-Schanze und versuchte in die Kehle desIV. 43