678
dem Oberst-Lieutenant Gneisenau als Merkmal seiner besonderenZufriedenheit, die Einkünfte der Amtshauptmannschaft Zehden undfügte eigenhändig hinzu:
„Da Ich so eben erst erfahre, daß Sie den so vorzüglichwohl verdienten Orden pour le mérite noch nicht erhalten ha-ben, so mache Ich Mir das Vergnügen ihn hierbei zu über-senden."
Der Grenadier-Schanze legte der König zum immerwähren-den Andenken den Namen „Gneisenau-Schanze" bei.
Den Offizieren wurde theils durch außerordentliche Beför-derung, theils durch Vordatirung der Patente eine ehrende Aner-kennung ihres Königes im Ganzen. 27 Offizieren wurde derVerdienst-Orden, 208 Unteroffizieren und Gemeinen die silberneund 5 Unteroffizieren die goldene Verdienst-Medaille, in dem Zeit-raum von Einschließung der Festung bis zum Schluß der Bela-gerung, zu Theil.
Als später die 7 Bataillone der Garnison Kolbergs in 2 In-fanterie-Regimenter formirt wurden, nämlich: 2 Kompagnien desGrenadierbataillons Waldenfels, das 2. pommerschc und 3. neu-märkische Reservebataillon und das leichte Jnfanteriebataillon vonSchilt als das eine Regiment, die 2 andern Grenadier-Kom-pagnien, die 3. Musketierbataillone von Owstien und von vso.Borcke und das Füsilierbataillon Möller als ein anderes Infan-terie-Regiment, befahl eine Kabinets-Ordre vom 26. August 1808an den General Blücher über jene Formation Folgendes:
„Da Ich die Absicht habe, der braven Kolberger-Garnison,welche sich unter der kraftvollen und talentvollen Anführung ihreswürdigen Kommandanten, des Oberst-Lieutenants v. Gneisenau,dem sie ihren wohlerworbenen Ruhm vorzugsweise zu danken hat,und dessen Namen von dem Kolberg's unzertrennlich bleiben wird,für ihr ehrenvolles Benehmen während der letzten Belagerung einimmerwährendes und bleibendes Denkmal Meiner wohlverdientenZufriedenheit und Dankbarkeit zu geben, so ernenne Ich das da-selbst formirte erste Infanterie-Regiment zu Meinem Leib-In-fanterie-Regiment, das so ausgezeichnete Grenadierbataillon