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Zweiter Theil. Vierter Band.
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wohnerschaft Kolbergs waren 27 Personen getödtct, 42 verwun-det worden und zwar meist am 1. und 2. Juli.

Der Verlust des Feindes seit der Einschließung Kolbergswird auf 7—8000 Mann, vielleicht etwas übertrieben, angegi-ben. In den beiden letzten Tagen hatte er den für die geringeZeit sehr bedeutenden Verlust von etwa 1000 Mann an Todtenund Verwundeten, an welchem besonders die in der Maykuhlefechtenden Truppen Theil hatten. Die von feindlicher Seite ge-machten Verlust-Angaben sind ohne Werth.

Nach der Angabe des Generals Loison sind während derBelagerung 25,940 Geschosser der Artillerie und von diesen alleinwährend des Bombardements am 1. und 2. Juli 6000 gegendie Festung verwandt worden.

Am 5. Juli verließ bereits ein Theil des BelagerungS-Korpsdie Umgegend von Kolberg, um zu dem M. Brune zu stoßen.Unter dem General Ruby verblieben noch gegen 4000 Mann,worunter die Polen, das herzogl.-sächsische- und 1 nassauisches (?)Regiment, um während des Waffenstillstandes die Belagerungs-arbeiten zu decken. Nach Abschluß des Friedens verließen auchdiese Truppen allmälig ihre Aufstellung und zuletzt das leichteBataillon des sächsischen Regiments am 9. August, um die In-seln Usedom und Wollin zu besetzen. Dagegen traf das Blü-chersche Korps ein und übernahm die Bewachung der Küste. —

Der König ehrte und belohnte den tapferen Kommandanten,die wüthige Besatzung und die bewährte Vaterlandsliebe der Bür-gerschaft Kolbergs. Der Major Gneisenau erhielt mit der Nach-richt von dem Waffenstillstände, in Folge seines Berichts vom18. Juni, das Patent zum Oberst-Lieutenant. Einer Kabincts-Ordre vom 31. Juli fügte der König eigenhändig hinzu:

«Ihr kraftvolles und kluges Wirken, sowie das ehrenvolleBenehmen der Kolberger Garnison und seiner treuen Bürgerschaft,wird ihnen gemeinschaftlich in den Annalen der vaterländischenGeschichte, in diesen verhängnißvollen Zeiten, ein ewiges, unver-geßliches Denkmal stiften."

Durch Kabinets-Ordre vom 17. August überwies der König