Band 
Zweiter Theil. Vierter Band.
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11— 3Pfvr., 18 —6Pfdr., 32 —12Pfdr. — 61 Kanonen

5 —7pfdg. und 15 —lOpfvg. — 20 Haubitzen,und für den förmlichen Angriff in Reserve:

19 — 3 Pfv., 3-6 Pfd, 6 —12 Pfd., 20 — 24Pfd. — 48 Kan.

3 —7pfvg. Haubitzen, 16 — 50pfvg. und 4 Steinmörser.

Die 22 leichten Kanonen waren für die kafemattirten Flanken,die schweren für die angegriffene Front zur Verstärkung be-stimmt.

Im Ganzen besaß die Festung somit zur Defension 109 Ka-nonen und 43 Wurfgeschütze oder 152 Geschütze.

Außerdem befanden sich in Graudenz Ende Oktobers anFeldgeschützen:

4 —6Pfvr., 23 —12Pfdr. — 27 Kanonen,

8 — 7pfdg., 4—lOpfdg. — 12 Haubitzen

oder 39 Geschütze, doch war nicht zu ermitteln, in wie weit die-selben zu den neuformirtcn Feld-Batterien benutzt worden sind.

An Pulver besaß die Festung 5800 Centner. Ob der vonKüstrin erwartete Transport von 2000 Centner eingetroffen ist,ist ebenfalls unbestimmt geblieben.

Gouverneur von Graudenz war der 73jährige General derInfanterie L 'Homme de Courbière, ein geborner Holländer,im 7jährigen Kriege Kommandeur einiger Freibataillone, einalter, strenger preußischer Soldat, der es wohl verstand, auch dieUebclwollcnden zum Gehorsam zu nöthigen. Kommandant wurdeder 65 jährige Artillerie-Oberst Schramm und Vice-Kommandantder 70 jährige Oberstlieutenant Borell du Vernay; Ingenieur vomPlatz ad int. der Lieutenant Streckenbach.

Bis Mitte Dezembers waren die Patrouillen der Festungnur auf dem linken Ufer der Weichsel auf feindliche Patrouillengestoßen; dagegen hatte man Nachrichten von dem Uebergange derFranzosen bei Thorn erhalten. Vom 12. Dezember ab nähertensich feindliche Detaschements öfters den Vorposten jenseits derStadt Graudenz vom Stadtwalde aus, bei welchen Gelegenheitenmehrfache kleine Gefechte mit den leichten Truppen der Besatzungvorfielen, in denen die Feinde gewöhnlich bis nach dem Mischke-