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Am 15. Januar gelang es 6 Jägern und Schützen derBesatzung in Lunau, auf der Straße nach Kulm, eine täglich da-selbst eintreffende feindliche Patrouille aufzuheben und 6 Küras-siere gefangen einzubringen.
Am 16. Januar rückte eine feindliche Schwadron Chas-seurs und Kürassiere über Salno bis Tarpen vor. Die Husarender Besatzung und ein Detaschement Jäger und Schützen gingensogleich vor, griffen den Feind an, tödteten und verwundetenetliche 20 Mann und brachten 1 Mann und 3 Beutepferde zu-rück. Die Husaren hatten einen Verlust von 3 Mann.
Am 17. Januar um 10^ Uhr Vormittags rückten 3—400Mann feindlicher Infanterie und Kavallerie von Engelsburg undGatsch her durch den Wald gegen die Vorstadt von Graudenz,und gleichzeitig eine schwächere Abtheilung von Salno auf Tar-pen vor. Diese letztere Abtheilung wollte längs der Trienke ge-gen die Stadt vorgehen, um der ersteren Abtheilung den Vorgangzu erleichtern, doch als ihr ein Kommando Husaren unter demLieutenant Tilemann entgegentrat und das Jnfanterie-Pikct von1 Offizier und 30 Mann vom Chumse-Krugc aus die Höhe be-setzte, an deren Fuß die Straße von Tarpen vorüberführt, so bogder Feind auf Tusch links aus. Die erstere Abtheilung drängtedie auf den Straßen nach Kulm und Thorn stehenden Vortrup-pen bis gegen die Vorstadt zurück. Durch die Soutiens derVorposten und durch eine kombinirte Abtheilung von je 50 M-per Bataillon mit 1 Kanone verstärkt, wurde der Feind mit Ver-lust in den Wald zurückgeworfen. Die Besatzung zählte 1 Manntodt und 5 Mann verwundet. Die gegen Tusch ausgcbogenefeindliche Abtheilung ging ohne Gefecht zurück. — Abends9 Uhr kam die Nachricht: der Feind werde in der Nacht mit3 Infanterie-Regimentern vorrücken. Die Garnison blieb ange-zogen.
Die Weichsel fing an zu gestehen, daher Anstalten getroffenwerden mußten, um die Strecke längs der Festung offen zu er-halten.
Mit dem in Stadt Graudenz wohnenden Kriegsrath Sassewurde verabredet, sobald es zur Blokade kommen würde, so lange