11
Fußvolk in gevierten Haufen, Terzien benannt, aufstellten.Ein weiterer Grund die Hoyersche Behauptung zu wider-legen, möchte der sein, den die österreichische militärische Zeit-schrift*) anführt, daß nämlich, um die Länge der Front, oderder Seiten eines solchen Haufens zu finden, aus der gegebe-nen Menge der Soldaten die Quadratwurzel ausgezogen wer-den mußte, zu welchem Zwecke Tabellen, worin alle Wurzelnfür jede gegebene Zahl enthalten waren, damals einen Theildes Feldgeräths der Offiziere ausmachten.**)
b. Schweden.
Die schwedische Infanterie bestand gleichfalls aus Musketie-ren und Pikenieren, welche in Regimenter und diese in Com-pagnien getheilt waren.
Die Eintheilung in Regimenter führte in Schweden zu-erst König Erich XIV. ein. Sie verfiel, wie Alles was zumKriegswesen gehörte, unter Johann III., wurde aber wiedervorgenommen von Karl IX., doch ungleich, und bekam erstdauernden Bestand mit Gustav Adolfs Einrichtung einerstehenden vaterländischen Kriegsmacht. Die Regimenter wa-ren anfänglich so groß, daß jedes auS 12 Fähnchen bestand,zusammen 6000 Mann. Jedes Fähnchen machte folglich 500.Karl IX. verminderte es zu 400, 300 ja sogar zu 200 Mann.***)
1621 war die Größe der Regimenter sehr verschieden,es gab deren von 24 Compagnien, jede zu ungefähr 150 Man»,aber auch von sechSzehn, von acht Compagnien.
*) Oesterreichische militärische Zeitschrift 1811. 1812. I81A.II. Bd. 2. Thl.
**) Bei Fronspcrg 1. I,X1. findet fich eine solche Tabelle von 100bis 10VVV Mann.
***) Geiger. Geschichte Schwedens. 111. IVL.