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, j, 1630 bestanden die National-Regimenter aus acht Com-pagnien, jede zu 144 Mann, nemlich 72 Musketiere, 54 Pi-keniere und 18 Pafsevolanten (Uebercomplette), sohin dasRegiment aus 1052 Mann; nach Lord Rea war das Regi-)nent gar nur 1008 Mann stark. Nach Schildknecht warenA Musketiere und ^ Pikeniere, nach Lord Rea Musketiereund '/r Pikeniere. Die Passevolanten, welche nur im Noth-falle gebraucht wurden, erhielten °/r Löhnung, obwohl derHauptmann sie voll bezahlt erhielt. Dafür aber mußte erDeserteure und an Krankheiten Verstorbene ersetzen, wer imTreffen blieb, an seinen Wunden starb oder gefangen wurde,für den bezahlte der König.
Nach Chcmnitz S. 192 bestand 1631 das Corpö desschottischen Markgrafen Jakob Hamilton aus 4 starken Re-gimentern Schotten und Engländer, das Regiment zn 10 Com-pagnien und. jede Compagnie zu 150 Köpfen, also 6000 Man»insgesammt. Nach Bülow bestanden die Compagnien der eng-lischen Infanterie-Regimenter in schwedischen Diensten aus12 Rotten Musketiere, und 9 Rotten Pikeniere, 6 Mann hoch,zusammen 126 ohne die Offiziere und ihre Bedienten.
Diese Normalstarke, sowohl bei den National- als Fremd-regimentern, verminderte sich indeß im Laufe des Kriegesaußerordentlich. Vor Greiffenhagen, December 1030, hatteder König zwölf Infanterie-Regimenter, zusammen in der Stärkevon 12000 Mann. Bei Breitenfeld hatte er 13,000 MannInfanterie und zwar im Centrum 84 Compagnien und kom-mandirt 2970 Musketiere, woraus hervorgeht, daß die Regi-menter hier mit jenen vor Greiffenhagen gleiche Starke hatten.Kurze Zeit vor der Lützener Schlacht erhielt die sehr ge-schwächte Armee eine neue Eintheilung; mehrere Regimenterwurden zusammengeschmolzen, die schottischen und englischen, amgeschwächtesten, aufgelöst. Nach Oberst Gualdo hatte derKönig in der Schlacht bei Lützen, und zwar im Centrum,-132 Compagnien und zwischen den Cavallerie-Regimenternim geringsten 18 Compagnien Musketiere, zusammen 16,000Mann. Die Regimenter waren hier demnach schwächer als