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Kagg und Karl Hard; 3 schwedische Cquadroncn unter demGrafen Joachim Brahe, Arel Lilje und Arell Düwall. (Sgna-dron bedeutet in der Sprache jener Zeit eine Abtheilung vonKricgSmannschaft sowohl zu Pferde, als zu Fuß; gleichwiedas Wort von einer Flottenabtheilung gebraucht wurde; ausder Summe der Infanterie-Compagnie ersteht man, daß hier4 Compagnien auf eine Squadron Fußvolk gerechnet wer-den.) Von Deutschen: Die Regimenter der Obersten DietrichFalkenberg und ClaeS Dicdrich, beide zu 8 Compagnien;2 Compagnien vom Rcgimente des Obersten Hall, des Ge-neralmajors Kniphausen 12 und des Obersten MitschefalS8 neugeworbene Compagnien, sammt endlich des OberstenMakcp's 8 Compagnien Schotten, zusammen 16 Compagnienzu Pferde und 92 zu Fuß. Die Stärke der Compagnienwar nicht immer gleich und variirt z. B. bei dem einheimi-schen Fußvolke 100 und fast 200 Mann*). Die Gesammt-stärke der Armee möchte 15000 Mann betragen haben, dar-unter 12000 Mann Infanterie und 3000 Mann Kavallerie,die Anzahl der Geschütze wird von Wenigen auf 800 Stuckegeschätzt, worein wir den größten Zweifel setzen; wir glau-ben, daß sie die Zahl 250 von verschiedenem Kaliber nichtüberstiegen haben. Dahin stimmen jedoch alle gleichzeitigenSchriftsteller überein, daß die Artillerie sehr zahlreich undvon ungewöhnlicher Güte gewesen sei.
Vor Greiffenhagen, December 1630, hatte der König12 Regimenter Infanterie oder 12000 Mann, 85 Cornet Ka-vallerie oder 6000 Mann, zusammen 18000 Mann mit 80(70) Geschützen.
Vor Frankfurt an der Oder, April 1631, 10000 MannInfanterie, 8000 Mann Kavallerie, zusammen 18000 Man»nebst 200 Kanonen von allen Kalibern und eine Schiffbrücke.,
Vor Landsberg hatte der König 2200 kommandirteMusketiere, 800 Reiter und 12 schwere Geschütze.
1632, als der große König bei Nürnberg sein Heer
*) Geher III. 164. (Chemnitz I. 49.)