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in Altenberg, später in einem Gehölze, welches zwischen die-sem Dorfe und der Biebert lag, jetzt aber nicht mehr eristirt.Im südlichen Theile des Lagers, in der Nähe des unterNr. 7 erwähnten bastionirten Fünfecks, stand Wollenstem'SZelt; Jsolani war mit seinen 10,000 Croaten im Thale derBiebert gelagert. Die Wallenstein'schen Vorposten standenlängs des linken Ufers der Nednitz im Angesichte der Schwe-den, welche das andere Ufer von Stain bis Fürth besetzthatten *).
In der Schlacht bei Wittstock befanden sich vor derFront der kaiserlichen Aufstellung 13 Nedouten, deren Zwischen-ränme mit Packwagen gesperrt waren.
Nach der Römer lobenSwerthem Gebrauche verschanzteGustav sein jedesmaliges Lager**), selbst wenn er nur eineNacht in demselben verblieb. Dieser Gebrauch scheint ausdem polnischen Kriege hergerührt zu haben, woselbst dieSchweden von der leichten polnischen Reiterei mit Ueberfällen,besonders zur Nachtzeit, bedroht waren.
*) Rückblick auf die KriegSercigniffe um Nürnberg im Jahre 1632zwischen Gustav Adolf und Wallenstein. Mit einem Plane von M.Schuh, Lieutenant und Adjutant im k. b. Grenadier-Garde-Regi-ment. 15-19.
Sein Lager glich einer mit der besten Polizei versehenenStadt, und war stets wohl verschanzt, wo es nur irgend die Beschaffen-heit der Gegend erlaubte, wählte er dazu ein Gebäude, das für den An-griff, wie für die Vertheidigung gleiche Vortheile darbot.
Sein Quartier umgab er mit der Reiterei, die wieder durch dasFußvolk unterstützt ward; er vertheilte die Truppen jederzeit so, daß sienur zum Gefecht gezwungen werden konnten, wenn es in seinem Willenlag- Seine Geschütze waren leicht beweglich, und stets in einer Stel-lung, wo man sich ihrer bequem und augenblicklich zu bedienen imStande war.
**) Uud daß er der Erste gewesen, der diejenigen Theile seinesLagers, welche vor andern leicht zu ersteigen waren, mit häufigen Redou-ten versah, welche alle einzunehmen, nichts anders ist, als eben so vielverschiedene Städte mit dem Degen in der Faust zu erobern.
Harte 11. 321.