XIII.
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Aufbringung der Truppen.
Eei den Kaiserlichen geschah die Aufbringung undErgänzung der Truppen durch öffentliche Werbung, welchedurch den Herzog von Friedland auf das Großartigste
betrieben wurde. ES gehörte aber auch ein wallen-stein'sches Vermögen dazu, indem er öfters aus seinemeigenen Säckel monatlang den Unterhalt der Truppen be-streiten mußte, wozu mancher größere Monarch nicht reichgenug war. Von den wallensteinischen Werbern wird er-zählt, daß sie oft einen Strick und das Werbegeld auf den
Tisch legten, und dadurch keine andere Wahl ließen, alsSoldat zu werden, oder sich hencken zu lassen. Als Wallen-stein zum erstenmale die Werbetrommel rühren ließ, hatte erin kurzer Zeit 50,000 Mann beisammen, welche die Voll-macht des Kaisers, besonders aber Wallensteins bekannte
Freigebigkeit, sein Anführertalent, hauptsächlich aber dieNoth vieler herrenloser Krieger herbeigelockt hatten. Nachdem lübecker Frieden vom 22. Mai 1629, welcher dendänischen Krieg beendigte, brachte Wallenstein seine Völkerauf die damals noch nie erhörte Zahl von 150,000 Mannzu Fuß und zu Roß.