ten. Der Sohn aber, welcher sich leidenschaftlich mit der Mathe-matik vertraute, widerstrebte des Vaters Plan, und gewann Nei-gung für das Jngenieurfach. Da die Eltern außer Stand wa-ren, diesen Wuuzch zu krönen, begab sich der junge Müller, nach-dem einige anderweitig eingeschlagne Wege der Erwartung nichtentsprochen hatten, selbst nach Potsdam, und erhielt sich vom Un-terricht im Zeichnen an junge Offiziers. Der Prinz Heinrich sahmehrere seiner Plane und Karten, die saubre und genaue Maniermachte ihn aufmerksam, und er bewirkte dem jungen Manne kurzvor dem Ausbruch deö siebenjährigen Krieges, eine Anstellung beimJngenieurcorpS.
Im August 1756 folgte er der Kolonne des Königs ins La-ger von Roth-Schönberg in Sachsen, welches er, wie die folgen-den der drei ersten Kriegesjahre, für die Plankammer aufnahm.Ihn erwartete übrigens gleich volle Beschäftigung, auf dem Tum-melplatz so vieler thätigen Kräfte. Meistens befand er sich mit umden König, der ihn bei seinen schnellen Heerzügen, wechselweis zumVermessen des Terräns, zum Anordnen von Verschanzungsarbeitenund Brückenbau, oder andern Geschäften brauchte. Müller wohnteden Schlachten von Lowosiß, Prag, Kollin, Roßbach,Leuthen, Zorndorf, (deren Wahlplatze er größtenkheils un-mittelbar nach dem Auögang zeichnete) den Affairen von Pretfchund Maxen, wie auch den Belagerungen von Breslau,