Wilhelm II. gab ihm Beweise seiner vollen Achtung, und da manjetzt ohnehin das Ingenieurkorps zweckmäßiger organisiere, zog Mül-ler als Capitan einen Gehalt von Tausend Thalern.
Nun lebte er ganz dem Bildungsgeschäft. Er strengte sichum so mehr an, seinen Leitfäden ausgezeichneten Werth zu gebechals die Zuhörer ausgewählte Offiziers waren. Das Feld der Na-turkunde, so vielfach wahrend der letzten Decennien des achtzehntenJahrhunderts bearbeitet, lieferte ihm manche brauchbare Ausbeutöfür die Terrän lehre, welche erst jetzt ihre Vollendung erhielt,und die mit Recht ein klassisches Werk genannt werden darf. Siewird hier im zweiten Bande dem Publikum übergeben. Die La»gerkunst, (Castrametakion) welche den ersten Band einnimmt, führtin der That einen zu bescheidnen Titel, da sie, wie der Leser fin-den wird, das meiste der höheren Kriegsvorwürfe lehrreich behamdelk. Der Verfasser, bis ins hohe Alter von muntrer Kraft be-seelt, würdigte ulle Ereignisse des Krieges in Nordamerika, undder langen, durch die französische Staatsumwälzung herbeigeführtenKampfe, mit dem Scharfblick des durch frühe Erfahrung und an-haltendes Untersuchen berichtigten Talents, und nützte die Resul-tate sorgsam. Er war nicht der Mann des Stillestands, noch rve-