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Lehrbuch der Kriegswirtschaftslehre : oder Grundsätze zur Verwaltung des Kriegswesens, im Frieden und im Kriege / von C.M. Morin ; nach der zweiten Ausgabe der französischen Grundschrift frei übersetzt, mit einer Einleitung, berichtigenden Zusätzen und Anmerkungen versehen von Ferdinand von Schmid
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dem , welcher durch offene Feldschlacht überwundenhatte. Sie opferten für den ersten einen Stier,für den andern einen Hahn dem Gotte des Kriegs*).

Die alten Römer waren hierin nicht gleicherMeinung. Vegetius aber stellt unter seinen allge-meinen Kriegsregein ebenfalls den Sah auf:Esist ein schöner Beweis der Kriegsklugheit, wennman den Feind mehr durch Mangel bedrängt, alsdurch Gefechte.// So vertrieb Fabius den Han-nibal, so Dau n den großen König von Ollmüh.

Aber wie häufig finden wir nicht gleichwohldie Fälle, daß Tollkühnheit, oder Unvcrsi htlieber alles auf das Spiel seht, als daß mit klugerRückhaltung und sorgfältiger Bedachtsamkeic darGlück von Millionen, das Leben von Taufendengeschont würden!

So konnte Pompejus den Rathschlägendes C a t o Gehör geben, der ihn von der Schlachtabmahme, weil Caesar bald vom Mangel vertrie-ben werden mußte, dagegen Pompeius feiner Zu-fuhr sicher war.- Er that es nicht und die Schlachtbrachte ihn um Herrschaft und' Leben **).

So konnte Otho den Vitellius besiegen wenner die Schlacht vermied und den Rath annahm

*) u t a r c li» in institutis Lacon,

P Iu ta r ch. in vita Catonis,