X.II
Fabrilius, dem Cyneas des Pyrrhus Gesand-ter viel Gold zum Geschenk übergab, weigerte sichder Annahme mit der Versicherung:
er wolle lieber über die herrschen welche Geld ha-ben , als es selbst haben *).
Micipsa sagt dem herrschsüchtigen Jugurtha:weder Heerfchaaren noch Schatze sind es/ diedas Reich beschirmen/ wohl aber Freunde/ dieman weder mit den Waffen nöthigen , noch mitGold erwerben kann**).
Wie Fabrilius antwortete der hochherzige Kai-ser Max 1. als Jüngling seinem kargen Vater:er wolle König aller derer werden f die Geld ha- ,ben/ ein jeder König bestreite und bekrie-ge mir Volk und nicht mit Geld seineFeinde ***).
Ob er wohl im Alter eben so dachte/ als erso schmerzlich erfahren / wie viel auf das Geld an-komme ?
Hauptsächlich aber hat Machravelli die
») krönt» ni. Straf, L, IV. c, 5,
**) Sallus.tii 13. Jugurth.
***) Der weiß Kunig, eine Erzählung von den ThatenKaiser Maximilian >. von Marx Treiz sauerwein aufdessen Augabcn zusammengetragen nebst den von HansenBurgmair dazu gefertigte» Holzschnitten. Wien derKurzboch 177;. gr. Fol. S. 72.