I.XYIII
Hannibal, den ich den größten Feldherrnnennen möchte bis auf Caesar, verdient diese Ehre,weil er allenthalben die schicklichsten Mittel brauch-te. ' Man kann nicht ohne große Bewunderung die-sen Feldherrn über i6 Jahre mitten in FeindesLand sehen, wohin er mit 20,000 zu Fuß, 6000zu Pferd und einen Elephanten*) gekommen, derwährenddem nur unbedeutende Unterstützung unterBomilkar**) erlangt, sich allein durch die Kräfteseines Geistes erhalten, dem tapfersten Volk der Erdeharrer zugesetzt, als je ein anderer gethan und da-bei noch in seinem eigenen Vaterlande grimmigereFeinde bekämpfen mußre, als die ihm im offenenFelde entgegen standen. Seine Noth bei Gero-nium, als nicht mehr für zehn Tage Dorrarh da war,der Aufruhr des Heers macht uns bange***). DieRede des Fabius an den Paulus Aemilius f) schildertseine gefährliche Lage der Wahrheit gemäß, underfüllt uns noch mehr mit Hochachtung, da Han-nibal selbst einem so einsichtsvollen Gegner widerstan-
*) L i r. b, XXII. c, a.
**) Liv. L. XXIII. c. 4a.
Die 12,000 ju Fuß, r;oo Pf. aoEleph. 1000 Tal. Silber,welche Mag» seinem Bruder ruführen sollen, giengen nachSardinien.
***) Itiv. L. XXII. c. 3a. 4o. 45*f) Liv- L. XXII. e. 39 . c. f. L, XXVIII. 12 .