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Lehrbuch der Kriegswirtschaftslehre : oder Grundsätze zur Verwaltung des Kriegswesens, im Frieden und im Kriege / von C.M. Morin ; nach der zweiten Ausgabe der französischen Grundschrift frei übersetzt, mit einer Einleitung, berichtigenden Zusätzen und Anmerkungen versehen von Ferdinand von Schmid
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180
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ihre Form anlangt, auf ein eitles Gepränge hinauslaufen,wenn die Kriegscommissarien welche sie abhalten nicht mitihren Grundlisten versehen sind, oder wenn sie solchenicht mit Ordnung geführt haben; in einem wie in demandern Falle/ sowohl wenn sie gar keine Grundlisten ha-ben , alS wenn sie die Abänderungen und Vormerke nichtfleißig eingetragen haben/ also nicht selbst ohne frem-de Hülfe Stärke und Zustand genau wissen können,wirb man sie leicht über den wirklichen Stand hinter-gehen.

Dergleichen Musterungen ohne Ordnung und auf ge,radewohl abgehalten, drücken den Irrthümern oder Verun-treuungen der Ouartiermeister und der Verwaltungsrä-the blos das Siegel auf. Wenn aber die Kriegscom-missarien täglich und sorgfältig nachgetragene Listen beisich haben, so werden sie in ihnen schon die Hauptbestand-theile der Uibersichten besitzen, und ihr Geschäft nunmehrblos ein Nahmenöausruf der gesammten Mannschaft sepii/aus der die Heerabtheilung besteht. Musterungen unterdiesen Vorsichtsregeln abgehalten find die Schutzwehr derStaats-Geldtruhe. Sie allem entscheiden für den Bei,fall, oder stimmen zum Tadel der der Verwaltung ge-bührt. Die andern Zweige der Wirthschaft richten sichnach denselben Grundsätzen; die Vertheilung der Klei-dungs- und Rüst-Stücke wird also jedesmal auf Loh,nungszettel erfolgen, allgemeine Uibersichten und die Mu-sterungen der Kriegscommissarien werden die Verrechnungfestsetzen , desgleichen muß mit den zu Ausbesserungen be-stimmten Geldern verfahren werden.

Bei Annahme der Wiedereinführung der Massen undder Abzüge auf den Sold, bleiben die Regeln des Wirth-schaftsverfahrens dieselben; man wird nur alle drei Mo-nathe mit jeder Heerabtheilung einen allgemeinen Abschlußmachen und dieser Abschluß wird sich gleicherweise aufMusterungen gründen. Aus .diesem allen muß man fol-