ttt Bewegung setzt. Obgleich nun ihr Amt weniger Glanzund Gewalt hat als vordem, so haben sie doch damitnichts an Gemeinnützigtett und Wichtigkeit verloren. Dieinnere Einrichtung der Ministerien wurde vom Gesetzgebernicht festgesetzt, man überliest sie ganz dem oft wechseln,den und leicht veränderlichen Bestimmungen der Ministerselbst. Diese Lücke in der Gesetzgebung wäre unter ak«len Umständen gefährlich, hier war sie es noch mehr ineiner neuen Einrichtung, zu der man aus einem ganz ent,gcgengesetzten Zustand übergieng.
Man mußte doch fühlen, daß die Federn in einemstarken und neuen Werke besser gestählt seyn müssen, alsdie in einem schwachen und abgeführten; auch konnte manvoran sehen, daß die Minister, welche nicht in gänzlichneuer Lage nun dastanden, sich nach dem richten würden,was sie früherhin gewesen, daß sie lieber als kraftlosesGespenst einer ehemaligen Größe sich darzustellen versu,chen, alS ein neues reges Leben durch eine gänzliche Um,gestaltung entzünden würden.
Wenn wir nun in das Innere der Ministerien ein,dringen, was sehen wir da? Vorstände der Abtheilungenwelche die Willkühr der Minister ansetzt und abschafft;die Geschäfte der Ministerien ohne Grund unter mehrereAbtheilungen ausgetheilt; jeder Abtheilung nach ausserwe«fenlichen Beweggründen mehr ober weniger Arten vonVerrichtungen bestimmt; die Abtheilungen verfahren ohneAnschlag, ohne Einstimmung, ohne Ziel; die Arbeit wek,che in der Staatsverwaltung nur durch allgemeines Zu«sammenwirken entscheidende Erfolge erzeugt, wird durchdie besondern Verfahrungsweisen aufgehalten, denen diekleinen Herrscher in den Schreibstuben solche unterwerfen;die Vorstände der Abtheilungen wollen wieder die Mini«ster in solchen spielen, sie vernachlässigen alleö Nützlicheaber Mühsame was ihre Aemter bewirken können, um da«gegen das eitle Gepränge einer lächerlichen und nachäffen«
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