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Vorarlberger, ehrenvolle Nachbarn: Inr Wesentlichen isteuer Schicksal das Unsrige. Wir haben euch nicht nur dasSignal zu eurer ebenmäßigen Wiedererlösung gegeben, sonderndie Botschaft begleiten ein paar Männer aus unserer Mitte —von hohem Bebörden gesandt, die euch sagen werden, was un-ter uns geschehe» ist. Was ihr sodann auf eurer Seite thunwollet, hängt vo.il euch, hängt von eurer Liebe für Fürst undVaterland ab; denn die Bedeckung, die sie mit sich bringen,ist nur, um, wen» euch damit gedient ist, Uebelgesinnte zu e,it-' fernen, Unordnungen zu verhüten, und die Bahn zu brechen.
Unsere Sache ist gerecht und heilig. Entheiligt sie als».«icht durch Ausschweifungen, leidenschaftliche Mißhandlungenund Gewaltthätigkeiten. Wir können und sollen nicht zugleichKläger, Richter und Scharfrichter seynRecht und Urtheilsoll entscheiden. Durch Schandthaten erwerben wir uns denSegen des Himmels nicht, ohne welchen wir aus uns selbst !nichts vermögen, wir ziehen sogar Strafe von dem Allgerechten:«ns zu.
- l Somit nun bieten wir euch unsere freundschaftliche Hand,bietet uns dia eurige entgegen, und zeiget, zeiget euch wieder— als Vorarlberger! -" '
Sandeck, am 22. April lgoy.
Wenn ich den getreuen Ständen eines Landes, das mit dem >heldenmüthigen.Pyrol den Kranz der Freiheit, den Ruhm des ,Muthes, das Lob unerschütterlicher Fürsrentreue und Vaterlands-liebe theilt, diese Zeilen zuschreibe, so bin ich mir darüber un-gewiß , welches Gefühl in mir den Vorzug erringen soll, ob je-nes der Freude, ein solches Kleinod wieder in dem Diademmeines Monarchen zu sehen, oder des Stolzes, mich als denFührer aller der Braven ansehen zu dürfen, welche das Fremd-Ungsjoch als das größte aller Uebel betrachtet.
Die aufrichtigste Rücksprache über die Lage der Dinge, wie. solche wirklich sind, ist die erste Pflicht des Mannes von Ehre,der es verdient» daß solche Männer auf ihn hinweisen.
Welche Beweggründe Se. k., k. apostolische Majestät unsern«llergnädigsten Landesherr» gezwungen haben, die Waffen zu