Sem feindlichen Vorrücken demnach sehr ««gelegen seyn, und okSwohl Salzburg vom Feind besetzt, so kann dieser dennoch dieseUnternehmung nicht hindern. .
Hauptquartier Krems, am 8. May igoy.
F. M. L. Hlller.
Am iz. Mai früh Morgens, an eben dem Unglücks«tage, wo Wien übergeben wurde, brachen die Trup-pen vor Tagesanbruch aus dem Bivuak von Wörgel, dmCommanvirenden an der Spitze, auf, trotz der zwei Eil-märsche, mukhvoll und freudig, um die Schluchten oonSöll noch vor dem Feinde zu gewinnen. Eine Reihevon Mißverständnissen und Irrungen bezeichneten diesenTag, und führten unter andern auch das zum Rückhaltnach Rattenburg beorderte Landwehrbata'llon ganz zur Un-zeit herbei, um m die allgemeine Verwirrung mit verwickeltzu werden. Rings auf den Bergen war von Landsturmleider sehr wenig zusehen, dagegen verkündigte der dumpfe,aber immer nähere Geschützdonner von Etlmau her, daßder Feind mit dem Angriffe bereits zuvorgekommensey. Chasteiers Hauptmacht stieß in jener Schluckt beiSoll auf den geworfenen, und lebhaft verfolgten G. M.Fenner. — Auf der ganzen Linie, besonders .in diesemEngpaß, und gegen die rechts dem Bripenkhale znumgehenden feindlichen Haufen, erhob sich das lebhaftesteFeuer. — Die baierischen Jäger, und das leichte Ba-taillon la Röche drangen heftig vor, wurden aber durchdie ausharrende Tapferkeit des zweiten Bataillons von Lu-signan geworfen. Nach einer kurzen aber heftigen Kano-nade aus i 2 Stücken, machte das Regiment Leiningenleichter Pferde in der engen Schlucht über Strauch undSteine einen heftigen Choc. Hierbei likk sehr der kleineReiterhaufe von Hohcnzollern, eine Division von Lusignanwar mit ihrem Feldstücke bereits ganz abgeschnitten. Dafemrtcn die auf beiden Seiten auf den Höhen aufgestelltenFußposten mit solcher Wirkung auf die dicht gedrängten