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Massen, daß Mann und Roß haufenweise über einanderstürzten, und Alles in bunter Verwirrung floh. DerLandwehrhauptmann Graf Georg Thurn von Bley,bürg aus Körnchen, ein glücklicher Freund der Musen,that sich hier besonders hervor.
Der Feind brachte nach diesem fehlgefchlagenen An-griff immer frische Truppen ins Gefecht, konnte aber dochnur sehr langsam Feld gewinnen, und richtete von nun ansein Augenmerk auf die Umgehung des an das Gebirge ge-lehnten rechten Frügeis, der leider von den Landesschützen fastgar nichtuntersiützt ward, so daß der Feind ungestraft aufdieMittelhöhen drang, die dortigen Abtheilungen abschnitt,und die Oesterreicher gegen r l Uhr Mittags aus der letztenvorcheilhaften Aufstellung am Grattenbergel ver-drängte, ohnweit dessen am Zollhaus an der Nachdrückesich die Straßen von Kufstein und Salzburg herkreuzten. Nun blieb nichts mehr übrig, als ein ge-schlossener, wiewohl übereilter Rückzug in die weite undschlechte Aufstellung von Wörgl. — Die mehr als zwölf-mal überlegenen feindlichen Reiter prallten mehrmals aufder Straße vor, kamen in den Rücken des Dorfs, rolltendie Ueberreste von Luflgnan und von der Landwehr rechtsgegen das Gebirge auf, nahmen alle neun Feldstücke (wo-von aber sieben in Innsbruck eroberte baierische waren) undverfolgten den Anführer bis Rattenberg, wo das Thornoch mit genauer Noth verrammelt wurde. RittmeisterHenrion von Hohenzollern hakte die Geschütze mit etwasiebenzig Mann durch Wnnder der Tapferkeit, durch öfte-res Aufstellen, ja sogar durch Angriffe gegen diese unge-heuere Ueberzahl gedeckt, und als gar kein Mittel mehrübrig war, das Geschütz im Wege umgestürzt und den An-führer errettet.
Hakte der Feind noch denselben Abend eine starke Ab-theilung, gemischt von Fußvolk und Reiterei und mit et-was Geschütz, rasch nachjagen lassen, so hatte er mit Einbruchder Nacht sehr leicht Innsbruck erreicht, die Garnison