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Dreißig Chevauplegers von Hohenzollern, die Com-pagnie Dorsay von Hohenlche Bartcnstein und das-Ba-taillon Leiningen, nebst etwas Munition, wurden vorn F.M. L- Chasteler zu diesem Ende an Hormapr angewiesen.Aber er erhielt nichts von dem allen, da sich Cha-steler plötzlich wieder dem Eingänge Karnthens zuwendete,und Graf Leiningen in Folge eines falschen Lärmens, alswäre der Brenner vom Feinde besetzt, Befehl erhielt, mitseinem ganzen Bataillon eiligst nach den Höhen von Schabszu marschiren.
Das Ausbleiben dieser überall angekündigten Hälfevermehrte nicht wenig das ohnehin rege Mißtrauen desLandvolks. Die Bearbeitungen feindlicher Gesandten, derEindruck der Greuel im Jnnchal, der rege Parteigeist, machtedieses Unternehmen äußerst gefahrvoll, und ließen schlech-terdings keinen Ausweg mehr übrig, da die Schwcitz mitgrößter Ängstlichkeit sich dem Vortheile des stegbekröntenFeindes hingab, mehrere Landsturmhauptcr, die in den Ta-gen der Gefahr auf helvetischen Boden geflüchtet waren,festgehalten wurden, und nur durch List oder Bestechungder Auslieferung entgingen.
Dennoch, und obgleich Hormayr vom 24. bis zum28. Mai keine Stunde aus der Obsorge der Aerzte Vögeleund Andry kam, und zu seinem Nervenübel noch eine Hals-entzündung trat, die ihm kaum erlaubte, ganz leise in dasOhr derjenigen zu spreche«, die ihn unaufhörlich mit noth-wendigen Vorkehrungen und Anliegen umlagerten, entzog«r sich gleichwohl keine Stunde der erforderlichen ange-strengtesten Wirksamkeit, und es wurden alle diese Zweckeglücklich erreicht.
Nachdem sie vom iz. bis zum 19. Mai ganz uner-klärbar Zeit verloren, alle Vortheile des leichten Sieges beiWörgel, ihrer ganz unverhaltnißmaßigen Uebermacht undvortrefflichen Haltung, der Ueberraschung, Bestürzung, Un-entschlossenhcit und des Parkeigeistes wieder verscherzt hat-ten, rückten endlich die Baiern am 19. Abends in Jnns-