trachtete er ohnehin als eine sichere Beute, die Wohl nocheinige Zeit planlos umherirren, aber ihm nimmermehr ent-gehen könne. Die Offiziere konnten in Innsbruck nichtCharcen genug von Salzburg, Kärnkhen und Stepermarkaustreiben.
Am 22. Mai Nachmittags, als eben des ErzherzogsKarl glorreicher Rerrungssieg bei Aspern der völligen Ent-scheidung nahte, faßte er diesen Entschluß, und ließ die Dis-position entwerfen. Am 2 g. Mai gegen Abend setzte ersich wieder von Innsbruck nach Salzburg in Marsch. —Am 25. früh Morgens aber erhielt der Marschall bereitsdie Nachricht von der Schlacht bei Aspern, und den Befehl,nach Linz zu marschiren. An eben dem 25. Mai hatteschon wieder das erste unentscheidende Treffen auf den Hö-hen des Bergs Jsel, im Angesichte der Hauptstadt InnsbruckStatt. — Die Scharnitz, das Achenthal und Reitti,oder vielmehr Haiterwang, vonr See her, wurden jedochohne weiter aussehende Folgen beunruhigt von mehrerenGeschwadern, bunt zusammengesetzt aus den Depots betRegimenter, aus Bürgergarden, Cordonisten, Förstern, Jä-gern, Livreebedienten, Schergen und Schindern. Sehenachtheilig war jedoch, daß sie die mit so großer Mühe undUnkosten neu hergestellten Festungswerke der Engpässe Schar-nitz und Luitasch schleiften, die Häuser bis zur Brücke ver-brannten, Und wieder recht gut, daß sie den religiöse»Volksglauben auf die roheste Weise beleidigtem
Dieses war die Lage der Sachen inTyrol am 25.Mai.Das Etschthal war vom Feinde gar nicht beunruhigt. Jaes war sogar dem Oberstlieutenant Graf Leiningen, unbe-greiflich genug, doch gelungen, den Hauptposten von Trientund das dortige zu befestigen angefangene Castell noch zuerreichen, und sich daraus einen trefflichen Waffenplatz zubilden. Die unruhigen Bewegungen des Veltlin, die Neu-tralität der schweizerischen Eidgenossenschaft deckten bisganze Westgranze«
so