der Hand, zeigte sich hier wie im Mittelpunkte überall, mikVerachtung aller Gefahr, ungemein thätig.
Der erste Angriff am Berg Ziel gelang vollkommen^In einer starken halben Stunde war der Feind über denBerg hinuntergestürzt, und die Wiltau und Innsbruck be-herrschenden Anhöhen besetzt. Sein heftiges Geschütz- un^Eewehrfeuer that wenig Schaden, da die Oesterreicher, nochmehr aber die Tyroler meist gedeckt standen, oder doch denVortheil der Stellung für sich hatten. Seine stürmendenVersuche, den äußersten linken Flügel zwischen der Eicheund den Hußlhvf zurückzuwerfen, waren fruchtlos, auchließ er bald davon ab. Ernsthafter sah es einigemal inder Mitte aus. Eine bedeutende Abtheilung umging imThale das auf der Straße vorgerückte Hauptheer von Lu-signan, durch den Wald gedeckt und verborgen. Schonstand sie in seinem Rücken, als sie durch plänkelnde Landes-schützen entdeckt und beschossen wurde.
Oberstlieutenant Ertel sah wohl ein, hier sey keinAugenblick zu verlieren. Er stellte sich an die Spitze einerSchar von Lustgnan und zahlreichen Landschützen, und warfden Feind. Die Feldwebel Semlitsche und Sichter, Cor-poral Hense und der Gemeine Treyte, der zugleich einen be-reits gefangenen Offizier rettete, erhielten wegen des Mu-thes, womit sie sich in diesem so bedeutenden Augenblickauf den Feind stürzten, und wegen der Klugheit, womit sieseine Bestürzung benutzten, der zweite die silberne, die übri-gen die goldene Ehrenmünze.
Gegen Mittag rückte der Feind, der das mörderischeArtillerie- und Stutzenfeuer in seiner ungedeckten Stellungnicht mehr aushalten konnte, noch ein Mal in die dicht ge-drängten Massen gegen die Aufstellung am Berg Jsel vor.Oberstlieutenant Ertel ließ sogleich die meist aufgelöstenSchützen durch den Lrommelstreich zusammenrufen. DerFeind sah dieses als ein Merkmal der Verlegenheit, und alsein Zeichen zum Rückzüge an. Seine versteckten Planklersowohl, als die in Masse vorrückende Truppe, drangen im