bögen gegen Patsch zurück, und stellte sich auf diesem Rück-zug Mehrmals wieder auf. Diese rückgängige Bewegung,da die Tyroler die Höhen und auch den Saum des Waldesbesetzt hielten, blieb vom Feinde unverfolgt, ja unbemerkt.Etwa ein und eine hacke Stunde vorher nach i Uhr zeigtesich die erste Vortruppe des Major Teimer auf den Höhenvon Hölting im Rücken des Feindes. Eine bairische Divi-sion unter den Hauptleutcn Hayde unb Seifferlitz mit einemFeldstück wurde ihnen entgegen geschickt. OberstlieutenuntErtel, um so ferner davon an eine rückgängige Bewegungzu denken, zog seine vorgeschobenen Posten durch den Trom-melstreich aus dem Feuer zurück, und sendete mit einemTrompeter den Lieutenant Wötzker von Lusignan als Unter-händler an den G. L. Deroy in die Stadt, mit dem Auf-trage, mit keiner Sylbe eine» Waffenruhe zu erwähnen, son-dern vielmehr die feindliche Schaar förmlich aufzufordern,und den feindlichen Befehlshaber: „auf seine in beidenSeiten und dem Rücken bedrohte Lage aufmerksam zu ma-chen. Stündlich vermehrte sich die Zahl der Tyroler, undihre Erbitterung über die letzten Blut- und Brandscenen.Man werde sich glücklich schätzen einer so standhaften Trup-pe einen ehrenvollen Vertrag und Schutz gegen jeden An-griff der Volkswuth zu verbürgen. Werde aber dieser vor-theilhafke Antrag ausgeschlagen, so bedauere man höchlich,für nichts mehr stehen zu können."
Als der Unterhändler gleich vier Uhr Nachmittags anden baltischen Vorposten ankam, wurde das Feuer augen-blicklich eingestellt. Auf der langen Linie der Tyroler dauertees noch eine kurze Zeit fort. Einige bairische Reiter gelei-teten den Lieutenant Wötzker mit verbundenen Augen, hierund da unter Zujauchzen des Volkes, nach Innsbruck, zumG. L. Deroy in das Gräflich Kiniglsche Haus in der Neu-stadt. Deroy hieß, mcht ohne sichtbare Verlegenheit, denUnterhändler abtreten, und besprach sich mit seinen Gene-rälen und einigen Stabsoffizieren im förmlichen Kriegsrath.Nach beinahe drei Viertelstunden ließ er den L. Wötzker in