Mit einbrechender Dämmerung zog der Feind feineganze Masse, in und hinter der Stadt, in der allergrößtenStille zusammen. Die Vvrpostenkette blieb ganz unverän-dert. Niemand, der nicht schon bei seinem Corps, oder beiseiner Branche war, wurde mehr anfgesucht oder avisirk.Die Kanonenrader und die Hufen der Pferde umwickelt,kurze Zeit vor Mitternacht mit tiefstem Geheim« ß und gro.ßer Eile der Rückzug über die untere oder Mübiauerbruckenach Hall und Baumkirchcn angetreten, ohne Widerstandbis unterhalb des verbrannte» und zerstörten Schwatz, amSchlosse Tratzberg, in welches sich der bra^e Aschbachermit einigen Achenrhaftrn hineingeworfen hatte, aber durchden musterhaften und kühnen Angriff eines bainschen In.fanrerie»Oetachements, ohae weitere nachthechge Folgenvertrieben wurde. — Der sogenannte Major Loy, eigent.lich Margreiter, der im Apr.l mir seinem Haufen Nacken-berger und Wildschönaner eine kleine bairische Abtheilungüberfallen und entwaffnet, sich aber sonst durch nichts» alsdurch Exzesse ausgezeichnet harre, und am Ende d r Jnsur.rertion von den Baiern unter dem Dach in einer großenHüynersteige gefangen wurde, hatte des Major Teimersschriftlichen Befehl ganz ausser Acht gelassen, die enge undwaldige Schlucht von Mariasicin, und die noch v el ärgernHohlwege des Angeterberges, durch die dcr Rückzug ging,durch den Landsturm der Umgegend eiligst verhauen zu las-sen. So entkam Oeroy nach Kufstein, und von bannennach A'biing und Roftnheim mit verbalrniß naß g unbedeu-tendem Verluste, außer daß am Angeterb:-?«,'! mehrere Ka-nonen und Bagagewögen ins Wasser § ,aftzr, oder imStiche gelassen werden mußten.
Den Abzug des Feindes meldeten die österreichischenWedelten dem tapfern OberstlirutenantElll gleich nach Mit-ternacht. Am gaste,, um 4 Uhr Morgens besetzten dieösterreichischen Vorposten die Stadt und die Umgegend.Baio drangen auch von allen Seiten die Bauern herein.Gegen 9 Uhr hielt der Sandwirkh Hofer an der Spitze der