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Das Heer von Inneröstreich unter den Befehlen des Erzherzogs Johann im Kriege von 1809 in Italien, Tyrol und Ungarn : durchgehend aus officiellen Quellen, aus den erlassenen Befehlen, Operationsjournalen u.s.w / von einem Stabsoffizier des k.k. Generalquartiermeister-Stabes eben dieser Armee ; [Joseph von Hormayr]
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Schwätzer, immer der letzte im Feuer, und wo es galt —stets voll anarchischer Intriguen, sich selbst das Obercom«mando anmaßend, wie wir aus den obcnstehenden Bekannt,machungen sehen. Hauptmann Walser von Fußach ve»dient rühmlicher Erwähnung.

Ueber die Wahl des Obercommandanten waren stür.mische Ausbrüche vorgefallen. Dr. Gries war eben sobald wieder abgesetzt, als erwählt, aber die Ernennung desin Vorarlberg, in der nahen Schweiz und ganzen Bodenseeungemein populären RechtSfreundes Dr. Anton Schnei,der (geb. i;. Ocrober 1777 zu Weiler bei Bregenz,) ver.einigte alle Parteien. Er eilte nach Innsbruck. Der Com»mandirende und der Hofcommiffär General Buol und Frei.Herr von Hormayr bestätigten ihn als General > Com.mifsär in Vorarlberg. Bei seiner Rückkehr nach Bregenzerließ er am 6. Juni folgenden Aufruf;

„Vvrarlberger'. Kaum ist unser Vaterland durch dieTapferkeit eures Armes vvm Feinde gerettet: so treten schondie sämmtlichen Stände unseres Landes, mit Bezug der unsincorporirten Blumegger, Cmser und Lustenauer in Bregenz zu«sammen, um sich über die wichtigsten Angelegenheiten des Lan-des zu berathen, und die ruhmvoll angefangene Vertheidigung,die nun die Sache des ganzen Landes geworden ist, mit Klug-heit und Vorsicht zu leiten. Die in dieser Versammlung ge-faßten Beschlüsse zielen auf allgemeine in der frühern Verfas-sung gegründete Bewaffnung, auf eure Verpflegung; siezielen auf das Beste des Landes und jedes Einzelnen.Ihr werdet diese Sorge, die den Ständen so sehr am Herzenliegt, ehren und billigen. Die ganze Mannschaft ist in 8 Ba-taillons eingetheilt; jedes derselben erhält seinen Major, dervon den Ständen auf allerhöchste Bsgnehmigung gewählt wordenist. Für die sämmtlichen Bataillons wird ein Oberbefehlshaberernannt werden, dem die Leitung des Ganzen anvertraut wird.Diese Verfügung war nothwendig, um das Ganze zusammen zuhalten, zweckmäßig zu leiten, und jeden gefahrvollen Abwegsorgfältig zu vermeiden.