lichste Rache auf das Haupt Hormayrs und der übrigen Partei-häupter Herabrufen, die nicht allen ihren Einfluß thätig anwen-deten, um eine möglichst baldige Unterwerfung zu bezwecken.Je schneller Tyrol zur Ruhe gebracht seyn würde, desto früherwürden es auch die fremden Truppen wieder verlassen, um so un-bedingter und großmüthiger würde die Verzeihung ausfallen. Allebisherigen Versuche zu baldigem Vertrag mit den Tyrolern, letzt-lich aüch jene durch den geheimen Referendar und Oberverwalterder Salzwerke Utzschneider, und durch den Hofrath Baumgarten,seyen bekanntlich nur durch Hormayrs gewaltsames Entgegenwir-ken gänzlich gescheitert. Es werde ein wahrer Verlust für diellterarische Welt seyn, wenn ein Mann, der in derselben einen sovortheilhaften Platz behauptet, in dem Sturm untergehe, denEr freilich selbst erregt habe."
Hormayr beantwortete dieses Schreiben damit:
„Die zurückgeforderten Salzburgischen Pfleger seyen bereitswieder frei gegeben. Ihre Abführung nach Innsbruck wäre ohneseinen Befehl durch ihre eigenen Gerichts - Unterthanen geschehen,weil sie Befehle vom Feinde angenommen, und sich der Bewaff-nung und Anschließung an Tyrol trotz ihrer Eigenschaft österrei-chischer Staatsdiener öffentlich und heimlich widersetzt hatten.Das Salzburgische flache Land sey wohl in dem Bereich der feind-lichen Streitkräfte, aber nicht so das Salzburgische Gebirge.Der mittlerweile auch wieder freigegebene Pfleger von Gasteinhabe nach den Kriegsgesetzen aller Welt den Tod verdient, weiler sich unterfangen, Nachrichten und Aufrufe des Feindes bis insHerz von Tyrol auszubreiten. Die Räumung werde ohne Zeit-verlust ins Werk gesetzt werden, sobald der Befehl hiezu einlange,früher keinen Augenblick. Rückstchtlich der Nachrichten und Be-fehle, die vom Feinde herkommen, erinnere er nur an den Vorfallan der Labor-Brücke bei Wien, und an den eigenen Tagbefehldes Kaisers Napoleon über den bekannten Vorgang mit dem Di-visionsgeneral Klein nach der Schlacht bei Jena. — Er (Hor-mayr) gestehe allerdings, und rechne sichs zur Ehre und Pflicht,bisher nichts unterlassen zu haben, den Feinden seines Fürstenallen möglichen Abbruch zu thun. Die Wiedervereinigung seinesgeliebten Vaterlandes mit Oesterreich sey sein höchster Wunsch,und als Geschäftsmann und Schriftsteller sein »»verrückter Plan