ordentlich übergeben würde, wogegen eine gleiche ZahlOesterrcichcr bei der Auswcchslungsbehörde zurückgegebenwerden sollte, bei welcher G. M. Baron Rothkirch gleichnach dem Abschlüsse des neuen Waffenstillstandes in Wienzu unterhandeln angefangen hatte. — In mehreren Wü-thenden stieg der Gedanke auf, jene Kriegsgefangene, dieanfangs nur durch Bauern geführt wurden, zu erschlagen.Die in Tprol stehende Schaar, welche diese Gefangenen derVolkswuth blos gestellt und preis gegeben hakte, würdealsdann (so meinten jene Wüthenden) vom Feinde schlcch.terdings außer dem Kriegs- und Völkerrechte angesehenwerden, gleich den sogenannten Banden Schills, Kartsoder Dörenbergs, keine Gnade mehr zu hoffen haben, unksich mit und neben den Tyrolern verzweifelt wehren müssen,als für welche der Znaimer Waffenstillstand gleichfalls we-der Vergebung noch Vertrag aussprach. Auf die erste, beieiner Sendung Kolbs durch den überaus wachsamen Ober-commandanten im Pusterthal Hauptmann Gramer vonBastler aufgefangene schriftliche Erwähnung eines solchenVorschlags, wurden im größten Geheim, und ohne sichdas Ansehen zu geben, als ahne man nur das Mindestedesgleichen, die nöthigen Maßregeln getroffen, den Be-fehlshabern versiegelte, erst zu einer bestimmten Stunde zueröffnende Befehle gegeben, wegen augenblicklicher Ver-sammlung, und alsdann geheimen und schnellen Ausbrnchsder Truppen, damit selbige um Brisen versammelt waren,bevor noch ein einhelliger, ihnen verderblicher, und denHof (noch mehr» als einst die Geschichte von Cattaro) ver-wickelnder Entschluß, vollbracht werden könnte.
Zwei Compagnien von Lusignan unter dem Haupt-mann Baron Gallenftls übernahmen die Kriegsgefange-nen , und führten sie beim wirklichen Ausmarsch einen Sei-tenweg durch die Luckan, wo sie Niemand erwartete.
Zwischen dem 21. und Insten Juli wurden drei Ka«binets-Couriers des Kaisers Napoleon, des Königs vonNeapel, der Prinzessin Vizekönigin, dann 6 Stabsoffiziere