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Abtheilung der Devongruppe unterschieden und mit derselbenimmer zusammengefasst worden, weil er im Wesentlichen ausdenselben Gesteinen, nämlich aus Thonschiefer und aus Sand-stein, wie sie auch die Coblenzschichten zusammensetzen, be-steht. Dennoch findet aber ein sehr grosser Unterschied zwischenbeiden Abtheilungen statt, welcher in der durchgreifenden Ver-schiedenheit der Versteinerungen liegt, welche indenseiben auf-treten. Die Gesteine geben überhaupt in dem geschichtetenoder neptunisclien Gebirge kein in allen Fällen bestimmtes An-halten zur Unterscheidung der übereinander folgenden, derBildungszeit nach so sehr verschiedenen Schichten - Complexe,da sie im Ganzen genommen aus Sandsteinen, einschliesslichder Konglomerate, aus Thonschiefer und Schieferthon und ausKalkstein, so wie aus der grossen Anzahl von Uebergängenzwischen diesen typischen Gesteinen bestehen. Die Sandsteine,welche in der Devongruppe auftreten, waren früher mit demNamen „Grauwacke“ bezeichnet worden. Dieser Namewurde in petrographischer Beziehung gebraucht und hatte keinegeognostische Bedeutung, welche ihm danach, erst in einersehr allgemeinen, unbestimmten Weise beigelegt wurde. Daraussind denn umsomehr irrige Ansichten hervorgegangen, als auchviele Sandsteine in den unteren Abtheilungen der Koblen-gruppe mit dem Namen „Grauwacke“ bezeichnet wurden, jaselbst noch gegenwärtig als „jüngere Grauwacke“ bezeichnetwerden. Zur Vermeidung dieser Irrthümer und zu einer rich-tigen und leicht fasslichen Darstellung der stattfindenden Ver-hältnisse ist es daher nothwendig, den Namen Grauwacke ganzausser Gebrauch zu lassen.
Während das untere Glied der mittleren Abtheilung derDevongruppe, oder das M i ttel-D ev o n : der Lenneschiefer indiesem Bezirke einen sehr bedeutenden Flächenraum von etwa12 Quadrat-Meilen zusammenhängend einnimmt, ist das obereGlied: der Elberfelder Kalkstein auf schmale Streifen und Par-tien von geringer Ausdehnung beschränkt. Dieser Kalksteinoder dieses Kalklager, nach der Form und Mächtigkeit seinesAuftretens ist früher nur mit der allgemeinen Bezeichnung„Uebergangskalk“ belegt und nicht von den vielen sonstigenKalksteinen unterschieden worden, welche in den andern Ab-theilungen der Devongruppe Vorkommen. Die Zusammen-gehörigkeit des Elberfelder Kalksteins und des Lenneschiöfersgiebt sich darin zu erkennen, dass denselben bei Weitem diemeisten Versteinerungen gemeinschaftlich sind und dass nament-lieb kaum irgend eine Species derselben in dem Lenneschiefer