H. 12.
Nicht alle der jetzt gebräuchlichen Infanterie-Feuer»Gewebre haben die zur größtmöglichen Schußweite er-forderliche Ladung, weil mau bekanntlich die Pulver-La-dung für das Gewehr dadurch bestimmt, daß man selbeso lange vermindert, bis der Rückstoß für den Mann,der das Gewehr abfeuert, eben erträglich wird. Istnun daS Gewicht des Feuer-Gewehres kleiner als eSseyn sollte, um die zur größtmöglichen Schußweite er-forderliche Ladung aushallen zu können: so muß auchdie Ladung mehr als bis auf die halbe Kugel-Schwere,oder mehr als bis auf diejenige, welche die größtmög-liche Schußweite gewähret, vermindert werden. (Mansehe die Anmerkung H. 3.) Feuer-Gewehre von klei-nem Kaliber können immer noch eher eine Gewichts-Ver-mehrung ertragen, ohne für den Mann zu schwer zu wer-de». Man kann sich daher auch bey ihnen um so mehrder jut größtmöglichen Schußweite erforderlichen La-dung bedienen, ohne durch den heftigen Rückstoß daranverhindert zu werden. Es ist daher auch möglich, daßFeuer-Gewehre, woraus Kugeln geschaffen werden, wo-von 21 oder 24 ein Pfund wiegen, eine gleiche odernoch größere Bisir-Schußweite haben, als diejenigen,woraus 18 Kugeln pr. Pfd. geschossen werden.
§. 13.
Bey den gegenwärtigen Infanterie-Feuer-Geweh-ren ist der Visir-Winkel gewöhnlich 20 biö 24 Minu-ten und sie haben alsdann eine Visir-Schußweite vonetwa 200 Schritten. Wird der Lauf hinten an derSchwanz - Schraube um o",05 verstärkt, oder die Mückevor», über welche man visirt, um oben soviel abgenom-