Band 
Erster Band.
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wen; so wird der Visir-Winkes um 5 bis 5 Minuten,und die Visir-Schußweite um etwa 50 Schritte gro-ßer, wodurch es also leicht würde, wenn das vorer-wähnte Mittel nicht hinreichte, den Feuer-Gewehren vonkleinem Kaliber eine solche Visir-Schußweite zu ver-schaffen, als die gegenwärtigen haben.

H. 14.

Dom Eindringen der Kugeln von verschie-denem Kaliber.

Der Theorie nach verhalten sich die Tiefen, auf wel-che Bleikugeln von verschiedenem Kaliber in gleichartigeKörper mit gleichen anfänglichen Geschwindigkeiten ein-dringen, wie die Quadratwurzeln auö ihren Durchmes-sern. Wenn daher die größte der oft erwähnten Ku-geln in einen Körper 3", 5 tief eindringt, so dringt diezweyte 3",4 und die kleinste 3",3 tief ein, wenn sie imAugenblicke des Eindringens gleiche Geschwindigkeit ha-ben. Ist aber die Geschwindigkeit der Kugel von klei-nem Kaliber im Augenblicke des Eindringens kleiner, soist eS auch die Tiefe, auf welche sie eindringet, und um-gekehrt ist diese Tiefe größer, wenn sie mit einer an-fänglich größern Geschwindigkeit eindringt. Scharn-horst stellte über die Tiefe deö Eindringens der 2 löthi-gen und H löthigen Kugeln Versuche an, und fandhierin keinen merklichen Unterschied. Hier mußte alsodie Geschwindigkeit der löthigen Kugel im .Augen-blicke des Eindringens größer, als die der 2 löthigenseyn. Fand dieser Versuch auf beträchtliche EntfernungStatt, so folgt nothwendig daraus, daß hier das Ge-wehr von kleinem Kaliber eine größere Visir- Schußweitehaben müsse.