so staub ihm in diesen Augenblicken der Gefahr die Er-füllung seiner Pflichten dennoch höher, als die herr-schende Meinung; — der höchst beschwerliche Dienstwurde, von der, durch Krankheiten um zwey Drittheileverminderten Garnison mit gewissenhafter Pünktlichkeitund Ordnung versehen, — im Zusammentreffen mitdem Feinde erwies sich stets der ungefchivächte Muthderselben, und nicht ein Mann verließ seine Fahnen.Nach unzähligen fruchtlosen Aufforderungen, nach mehrern' Demonstrationen, falschen Angriffen und mehr oderminder anhaltenden Beschieffungen lernten die russischenBefehlshaber einsehen, daß nur durch regelmäßige Be-lagerung dieser Platz zu erobern sey; — sie glaubtennun, drese mit so mehr Nachdruck unternehmen zu können,als durch die an. die Oder und Elbe vorgerückten Ope-rationen ein solches Beginnen gesichert war, und durchden Beytritt Preußens das schwere Geschütz der FestungGraudenz zur Disposition der Belagerer stand.
Gegen Ende des Monat Februar hatten die Franzo-sen daS Großherzogthum Warschau und Ostpreußen ge-räumt, — die Nüssen rückten gegen die Oder vor, undnach der am I7ten März gegen Frankreich erfolgtenKriegserklärung des Königs von Preußen, vereinigtedieser seine Streitkräfte mit Nußland, und ein Heervon 130,000 Preußen rückte gemeinschaftlich mit einerArmee von 140000 Nüssen gegen die an der Elbe unterdem Ober-Kommando des Prinzen Vice-Königs vonItalien aufgestellten Armee-Corps von Negyier, Davoust,Thielmann, Lauriston, Victor und Vandamme, zusam-mengenommen mit den am Nhein sich sammelnden undaus Italien anrückenden Nesetven, ein Heer von 310,000Mann.