um den Feind zu rekognoseiren, iz) Krankentransportezu begleiten und Schlachtvieh einzutreiben.
Um Y und 11 Uhr des Nachts wurden die Vorpostender Festung durch mehren Kosaken Patrouillen rekog-rioscirt; einige Flintenschüsse zerstreuten sie.
12 ) Bey der Besetzung der Festung Thorn durch baieri-sche Truppen, und nachdem Oavoust diese Stadt ver-lassen hatte, blieben in dem zum Spitale eingerichtetenRathhause noch an 1000 Kranke von den verschiedenenCorps der großen französischen Armee, größtentheilsFranzosen und Italiener, zurück; — Obgleich ein zahl-reiches ärztliches Personale zur Pflege dieser Mannschaftzurückgelassen war, so fanden diese Herrn es bequemer,diese an dem beynahe unheilbaren Spitaltyphus krank-liegenden Menschen sich selbst zu überlassen; die Rüstig-sten unter ihnen schleppten sich aus dem Spitale in dieStadt, um Geld und Nahrung zu erbetteln, und dasGewonnene dann mit ihren Unglücksgefährten zu theilen;«nan fand ganze Säle voll von solchen Unglücklichen,welche in dem kältesten Wintermonate, ohne Kleidung,blos in einige Lumpen gewickelt, ohne Nahrung undHeitzung, bis an den Hals in faulem Stroh steckten, undfo in stummer, gedankenloser Ergebung die Stunde desTodes erwarteten; — Viele waren schon seit Tagen dieOpfer ihrer Leiden geworden, und verpesteten durch dieschnelle Fäulung diese Hallen des Jammers. — So warder Zustand des Spitals zu Thorn, als die auch schonin den Reihen der baierischen Besatzung sich zeigendenSymptome des Typhus und die erfolgte Erklärung desBelagerungsstandes die Evakuirung desselben nothwendigmachte; man suchte durch Vorspiegelungen von einer bal-digen Heimkehr die meisten zu bewegen, sich aufzuraffen,und mit Anstrengung der letzten Kräfte das Lazareth zuverlassen, die Hartnäckigen zwang man mit Gewalt, dieganz Bewustlosen und Ohnmächtigen brachte man auf