gegen 11 Uhr Abends wieder zu feuern an, und be-schössen die Stadt bis gegen Morgen mit Kugeln undGranaten; die Artillerie des Platzes antwortete mitVortheil. Der Feind hatte diese Kanonade mit einigenDemonstrationen combinirt, die er durch AbtheilungenInfanterie gegen unsere Vorposten machen lreß; siewurde aber durch ein lebhaftes Kleingewehr - Feuer zu-rückgewiesen. Des Morgens erschien vor dem SchloßeDibow ein russischer Parlamentäir mit einem Packe Zei-tungen für den Gouverneur. Der Kommandant diese-Postens schickte ihn sogleich zurück, mit der Bemerkung,daß man keine Papiere ohne Umschlag annehme.
Den I3ten März.
Die russische Artillerie begann nach Mitternacht »biederzu feuern, und die Vorposten wurden wie in der vergan-genen Nacht allarmirt. Die Batterien' der Festungantworteten Schuß für Schuß und um 4 Uhr Morgen-war wieder Alle- ruhig. Des Nachmittags fielen einigeKanonenschüße des Feindes, um die Arbeiter zu stören,welche an der Brücke beschäftigt waren. Zwey baieri,sche Soldaten, welche sich über die Vorposten hinausgewagr hatten, um Holz zu suchen, wurden von denKosaken gefangen genommen.
Den 14t en März.
Gegen 1 Uhr nach Mitternacht begann der Feindseine gewöhnliche Kanonade; es fielen 23 Schüßeaus seinen Batterien ; die Festung beantwortet« sie mit12 Schützen. Ein russischer Parlamentair kam an dasSchloß Dibow mit einem an den Gouverneur adressir-ten Paket. Es wurde ihm bedeutet, daß man künftigauf dieser Seite nicht mehr korrespondiren würde.